Ein Sommer in Kärnten

Für Angie war es der fünfte Aufenthalt in Kärnten. Bei mir kommen noch zwei weitere Urlaube beim Jakelbauern in Fresach dazu. Zweimal habe ich nämlich meinen Freund Helmar an den Millstätter See begleitet. Zuletzt erst im Februar des Jahres. Da hatten wir beide ein unstillbares Verlangen nach Bergluft, Villacher Märzen und Marillenbrand und haben die 950 Kilometer für gerade mal fünf Tage hinter uns gebracht.


Auf jeden Fall ist es für uns jedesmal, als ob man ein wenig nach Hause kommt. Und wenn es an die Heimreise geht, sinkt die Laune und dafür hat man einen dicken Kloß im Hals.

In diesem Jahr war alles ein wenig anders. Mit Kalli und Doris haben uns zwei Freunde nach Kärnten begleitet, die schon seit vielen Jahren keinen Urlaub mehr in den Bergen gemacht haben und denen die Ecke um den Millstätter See noch völlig unbekannt war. Doris ist darüber hinaus eine große Tierfreundin und war schon ziemlich gespannt auf die zahlreichen Tiere auf dem Jakelbauer-Hof.


Bekanntlich sind Angie und ich nun schon eine Weile im Vorruhestand. Zeit spielt also nicht mehr die größte Rolle. Und so haben wir sowohl auf der Hin-, als auch auf der Rückfahrt etwa nach halber Strecke eine Zwischenübernachtung eingelegt. So war das Reisen doch ein ganzes Stück angenehmer.

Nachdem Angie das Motorradfahren aufgegeben hat, hab auch ich eine kleinere Pause eingelegt. Seit etwas mehr als einem Jahr bin ich allerdings wieder auf dem Sattel meiner BMW unterwegs. Doch meine letzte Motorradtour in den Bergen fand 2014 in den Dolomiten statt. Das konnte so natürlich nicht weiter gehen. Und so war es eine glückliche Fügung, dass auch mein Freund Helmar etwas zeitversetzt bei Familie Unterkofler logierte. Natürlich hatte er seine BMW R1100RT dabei. Ich hab mich mächtig gefreut, als er mir anbot, mein Motorrad mit nach Kärnten zu transportieren. So konnten wir in der ersten Woche unseres Aufenthaltes gemeinsam einige schöne Ausflüge durch dieses Motorradeldorado unternehmen. 


Samstag 12.08.2017 - Anreise Teil I

Zu Hause aufgebrochen sind wir um kurz nach neun Uhr, nach einem gemütlichen Frühstück. Wir sind im Vorruhestand und haben Zeit. Kein Grund für Hektik! Als Zwischenstopp für unsere Anreise nach Kärnten hatten wir uns das Hotel - Restaurant Altmühlberg in Beilngries im Altmühltal ausgesucht, da das Hotel in etwa auf der halben Strecke lag. Auf den letzten Metern wurde das Ganze dann aber doch nochmal eine kleine Herausforderung, da in Beilngries zahlreiche Straßensperrungen wegen diverser Baumaßnahmen vorlagen. Hat uns einige Zeit und diverse Telefonate gekostet, bis wir dann endlich an unserer Unterkunft anlangten. Dafür wurden wir dort dann mit leckeren Speisen, Getränken und dem (etwas zweifelhaftem) Vergnügen eines Alleinunterhalters verwöhnt, der im Restaurant für eine Seniorengruppe auf der Reise durchs Altmühltal aufspielte.


Sonntag 13.08.2017 - Anreise Teil II

Wieder war es nach 10 Uhr bis wir das gute Frühstück im Hotel Altmühlberg beendet hatten. So ging es für uns ziemlich entspannt an die letzten 450 Kilometer bis zu unserem Urlaubsziel. So völlig störungsfrei ging es auch an diesem Ferienwochenende natürlich nicht voran. Den ein oder anderen Stau hatten wir schon zu bewältigen. Doch mit ausreichend Pausen war der halbierte Reiseweg gut zu bewältigen und so kamen wir am Nachmittag stressfrei beim Jakelbauer in Fresach an. Dort wurden wir bereits von der gesamten Familie Unterkofler, Helmar, Udo, Simone und Sophie erwartet. Nach reichlich "Hallo" und dem ersten Villacher Märzen dieses Urlaubs - das wohltuende Zischen auf unseren trockenen Gaumen konnte man wohl bis in die Heimat vernehmen - haben wir unsere Zimmer bezogen. Der erste Weg danach, führte mich in den Schuppen, um mein dort abgestelltes Motorrad zu inspizieren. Am Abend gab es dann das gewohnt hervorragende Dreigang-Menü aus Marlenes Küche. Danach haben wir noch lange gemütlich zusammen gesessen.

Montag 14.08.2017 - Der Berg ruft

Nun war es endlich soweit. Die erste Ausfahrt in den Kärntner Bergen stand an. Nachdem wir noch schnell in Döbriach die Kärnten-Card erworben hatten ging es über Radentheim und Bad Kleinkirchheim zur Nockalmstraße, wo die ersten 52 Kehren des Tages auf uns warteten.



Am Ende des Nationalparks Nockberge ging es für uns rechts durch Innerkrems. Unsere erste Rast  zur Kurvendiskussion haben wir an der Hubertuskapelle eingelegt. 


Über Sankt Margarethen im Lungau ging es nach Ramingstein und dann zurück über die Turracherhöhe, die ein Gefälle von bis zu 23 Prozent aufweist. Und weil die Kehren auf der Nockalmstraße so einmalig schön sind, haben wir die BMW´s gleich noch einmal in die schönste mir bekannte Mautstraße gelenkt.


Pflichttermin in den Nockbergen ist die wildromantische und etwas versteckt gelegene Heiligenbach Hütte. Das Angebot an Speisen und Getränken ist begrenzt. Hier muss man einfach mal mit dem zufrieden sein, was angeboten wird. Dafür stimmen Qualität, Quantität und auch der Preis. Unsere Brettljause war jedenfalls wieder mal ein Gedicht! 



Am späten Nachmittag sind Helmar und ich wieder beim Jakelbauern angekommen. Hinter uns lagen weit mehr als hundert Kehren. Die reine Fahrzeit für die 211 Kilometer betrug  4 Stunden und 11 Minuten. Der niedrigste Punkt der Route lag bei 596 Metern, der höchste bei 2.057 Metern. Das war doch schonmal ein schöner Beginn der Motorradwoche in Kärnten.


Angie war an diesem Montag mit ihrem Cabrio in den Nockbergen unterwegs und natürlich hat sie der Heiligenbach Hütte ebenfalls ihre Aufwartung gemacht.



Dienstag 15.08.2017 - Über den Wurzenpass nach Slowenien

Heute waren wir dann zu dritt unterwegs. Neben Helmar begleitete mich auch Udo, der mit meinem Kollegen schon viele Kilometer in Kärnten auf dem Motorrad erkundet hat. Bislang hatte ich seine Brüder Axel und Ralf kennengelernt. Udo bin ich in diesem Jahr das erste mal beim Jakelbauer begegnet. Er ist ein netter Typ und was seine Fahrweise betrifft, so hat alles perfekt harmoniert.


Hinter Villach ging es für uns über den Wurzenpass mit bis zu 18 Prozent Steigung von Österreich nach Slowenien. Hier rollte alles prima, schließlich quält sich der dichte Fahrzeugstrom heutzutage durch den Karawankentunnel in Richtung Sowenien.


Zunächst ging es für uns nach Kranjska Gora. Kranjska Gora war Austragungsort der Alpinen Ski-Junioreneuropameisterschaft 1977, in Planica fanden die Skiflug-Weltmeisterschaften 1972, 2004 und 2010 statt, und fast jedes Jahr seit 1980 (bis auf 1999–2012) der Skisprung-Weltcups, meist das Finale, seit 2014 auch für die Frauen.


Der weitere Plan sah vor, dass wir über den Vrsic-Pass in Richtung Soca-Tal weiter fahren. Der Vrsic-Pass besteht aus einem ziemlichen Kurvengeschlängel mit teils engen Kehren, die zudem noch mit Kopfsteinen gepflastert sind. Ist man alles schonmal gefahren, und sollte kein Problem darstellen. Dachten wir jedenfalls. Denn heute war alles anders. Erstens war heute nicht nur in Österreich sondern auch in Slowenien ein kirchlicher Feiertag und zweitens hatte sich die halbe Bevölkerung vorgenommen, der Passhöhe einen Besuch abzustatten. Autos, Motorräder, Wohnmobile und sogar Busse waren auf der engen Straße unterwegs, auf der sich gleich mehrere Baustellen mit Schotterbelag befanden. Teilweise gings nur noch einspurig voran und die wenigen Polizisten hatten es längst aufgegeben irgendwie Ordnung ins Chaos zu bekommen. Beim ständigen stop and go verlor so mancher Biker die Kontrolle übers Moped und legte dieses in einer der Kehren auf die Seite. Wir brauchten ewig, bis wir den Pass bewältigt hatten, kamen aber wenigstens ohne Blessuren an Mensch und Material durch.


Von der Passhöhe wedelt man dann bergab ins Trentatal, wo einen das Flüsschen Soca eigentlich ständig begleitet. Nach einer angemessenen Pause um den Kalorienspeicher wieder aufzufüllen wollten wir eigentlich übers Nassfeld zurück nach Kärnten. Nach den Feiertagserfahrungen auf dem Vrsic-Pass sind wir aber nur noch über den Predil-Pass nach Bella Italia und von Tarvisio aus in Richtung Arnoldstein nach Österreich.


Durchs Gailtal und die Windische Höhe ging es zurück nach Fresach. Die Tour ging gerade mal über 178 Kilometer. Durch die unerwarteten Anstrengungen am Vrsic-Pass waren wir aber doch ein wenig platt und das erste Villacher beim Jakelbauer konnte seine medizinische Wirkung daher voll entfalten.


Auch Angie hatte einen schönen Tag. Sie hat die Villacher Höhe erkundet und dabei die neuen Wanderschuhe getestet. Am späteren Nachmittag hat sie dann gemeinsam mit ihrer Assistentin Sophie die Katzen mit Leckerlies bestochen.

Mittwoch 16.08.2017 - Verschlungene Pfade im Maltatal

Helmar nahm sich heute eine Auszeit. Sein Fuß war angeschwollen und passte nicht mehr in den Motorradstiefel. Doch Udo bot sich an, heute den Tourguide zu geben. Diese Einladung habe ich natürlich gerne angenommen.


Ein Ausflug ins Maltatal stand an. Doch es ging nicht über die mautpflichtige Straße hinauf zur Kölnbreinsperre, sondern vorher links ab in ein wenig besuchtes Seitental. Leider fing es auf halbem Weg heftig an zu regnen. Wir haben die BMW´s am Wegrand abgestellt und uns an einer Hütte untergestellt. Dann tauchte mitten in der Ruhe und Einsamkeit des verschlafenen Tales plötzlich ein Holzlaster auf. Der Fahrer hat ziemlich geschimpt, da es doch einen Moment gedauert hat, bis wir die Mopeds im Regen sicher umgeparkt hatten.


Jetzt wo wir einmal nass waren, da konnten wir die Fahrt eigentlich auch fortsetzen. Der weitere Streckenverlauf war dann nochmal besonders spannend: Geröll, enge Kehren und Bachdurchfahrten. Vom Parkplatz aus folgten wir dann noch einem Fußweg bis zu einem beeindruckenden Wasserspeicher.


In Gmünd haben wir eine Pause gemacht, Kaffee getrunken und ein leckeres Stück Kuchen vertilgt. Zurück ging es nochmal durch die Nockberge. Von diesen Kehren kann man ja nie genug bekommen.




Donnerstag 17.08.2017 - Das Dach Österreichs

Heute stand mit der Fahrt über die Großglockner-Alpenstraße die diesjährige Königsetappe an. Vom Millstätter See aus sind wir  in Heiligenblut auf die Mautstraße über Österreichs höchsten Berg eingebogen. Zurück ging es über Zell am See und später über den Katschbergpass. Insgesamt 365 Kilometer waren wir unterwegs. Und in diesem Jahr habe ich an der Pasterze das erste mal Murmeltiere beobachten können. Dafür gibt der Gletscher an der Franz-Josephs-Höhe von Jahr zu Jahr einen immer traurigeren Eindruck ab. Viel ist von ihm nicht mehr übrig geblieben. 


So sehen glückliche Biker aus!


... und so sehen glückliche Katzen aus ...


Freitag 18.08.2017 - Eine letzte schöne Ausfahrt


Nach der Marathon-Tour vom Vortag wollten wir es heute etwas ruhiger angehen lassen. So lautete zumindest mal der Vorsatz, welchen wir am Morgen gefasst hatten. Mit Verlaub, es wurde dann doch wieder eine etwas längere Tour. Gegen Ende mussten wir uns dann doch noch sputen um pünktlich zum Abendessen zu unserer Pension zurückzukehren.

Das Wetter spielte an diesem Tag jedenfalls einmal mehr mit, es gab herrlichen Sonnenschein und höchst angenehme Temperaturen. Unsere heutige Route führte uns überwiegend durch die Regionen Feldkirchen und Sankt Veit an der Glan. Wir fuhren durch herrliche Landschaften, allerdings ohne spektakuläre Bergetappen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an Helmar für die gewohnt hervorragende Guidearbeit.


Samstag 19.08.2017 -  Palatschinken "frisch aus dem Rauch"


Leider war diese tolle Motorradwoche nun auch schon wieder vorbei. Für Udo und Helmar ging es an diesem Sonntag wieder zurück in den Kohlenpott. Und so trat auch meine R 850 R die Heimreise an. Zu diesem traurigen Anlass weinte dann auch der Himmel über Kärnten und so konnte zumindest heute auch eine Tour in Angies offenem Cabriolet keine Alternative darstellen.


Hier noch eine kleine Nebenstory. Vor seiner Abreise hatte uns Helmar noch einen heißen Tipp mit auf den Weg gegeben. In einem Gasthof an der Goldeckstraße sollte es den besten Palatschinken der Region geben. Gesagt, getan. Was kann es an einem verregneten und diesigen Nachmittag besseres geben, als eine dampfende Tasse guten Kaffees und eine süße Mehlspeise. Und dieser Wunsch wurde uns in dem besagten Gasthaus auch prompt erfüllt.  

Natürlich kann man als schlecht informierter Ruhrpottler bei dem Begriff Palatschinken auf völlig andere Gerichte als einen mit Puderzucker bestreuten Eierpfannkuchen mit Preisselbeeren kommen. Doch Angie und ich hatten nach zahlreichen Aufenthalten in Österreich Vorkenntnisse. Und so war der wirklich exellente Geschmack des Gerichtes, die einzige und gleichzeitig positive Überraschung.

Am Abend haben wir in der Gaststube beim Jakelbauern von unserem kulinarischen Erlebnis ausführlich berichtet und auch das obige Foto auf dem Smartphone gezeigt. Das hat  jedoch eine Person, die an dieser Stelle nicht namentlich genannt werden möchte,  nicht davon abgehalten, am nächsten Mittag in einem anderen Restaurant einen solchen Palatschinken zu bestellen. Die Geschmacksknospen auf der Oberseite der Zunge hatten sich schon auf den deftigen Geschmack des Bauernschinkens frisch aus dem Rauch eingestellt und das Wasser war bereits aus lauter Vorfreude sprichwörtlich im Munde zusammengelaufen.  Doch dann kam die Kellnerin mit der süßen Mehlspeise an den Tisch. Die spinnen doch wohl die Österreicher.... okay, man könnte auch einfach mal zuhören, wenn Mitreisende etwas zu berichten haben.


Sonntag 20.08.2017 -  Nockberge und Innerkrems

Das Motorrad war an diesem Morgen schon wieder in der Ruhrmetropole angekommen. Nun galt es die zweite Urlaubswoche in anderer Form zu geniessen. Am Morgen bin ich zunächst mit der Kamera auf dem Jakelbauerhof auf Fotosafarie gegangen. Zahlreiche Pflanzen und Tiere wollten noch abgelichtet werden. Die Fotosession fand dann allerdings ein jähes Ende, als der Hahn, auf dem nachfolgenden Foto als Mistvieh bezeichnet, beschloss seine Hühner gegen mich zu verteidigen. Als Stadtkind war mir solch ein angriffslustiges Verhalten des Federviehs bislang nicht bekannt. Gerlinde versicherte mir allerdings, dass sie sich selbst nur mit einem Stecken bewaffnet in die Nähe des Gockels traut. Okay, hab ich wieder was dazugelernt.



Erneut führte uns unser Weg auf die Nockberge. Wir sind rund um den kleinen Bergsee gewandert, wo es zahlreiche interessante Pflanzen und tolle Fotomotive zu entdecken gibt.


In der letzten Woche hatte uns ein Einheimischer bei einer Motorradpause von den tollen Schnitzereien berichtet, die es in einem Waldstück in Innerkrems zu entdecken gibt. Angie und ich sind dem Schild mit der Aufschrift "Heilige Familie" gefolgt und waren von den Gestalten, die dort in den bestehenden Baumbestand geschnitzt wurden begeistert.


Montag 21.08.2017 -  Auf der Naggler Alm


Heute haben wir einen Ausflug auf die Naggler Alm unternommen. Die Alm liegt in 1320 Metern Höhe über dem Meeresspiegel oberhalb des Weissensees. Von der Alm aus hat man einen schönen Blick auf das Naßfeld. Den Aufstieg haben wir uns gespart und sind dafür mit der Weissensee-Bergbahn angereist. Von der Bergstation führt dann ein gut zu gehender Weg bis zur Alm. Leider ist Montag Ruhetag, auch in der Saison. Wir haben dennoch eine gute Zeit dort verbracht, die Sonne und auch den schönen  Blick genossen.

Dienstag 22.08.2017 -  Ein Tag auf der Unterkofler Alm


Ausflüge zur Unterkofleralm sind regelmäßig ein Highlight unserer Kärntenurlaube. Unsere Gastgeber haben uns zu diesem Ausflug begleitet und uns dort am frühen Nachmittag eine leckere Brettljause serviert. Angies Auto haben wir am Karlsbad stehen lassen und sind dann ein Stück über den Steig zum Königsstuhl gewandert. Vor der Alm mussten wir durch ein Bachbett. Angie war mit ihren Wanderschuhen für die Bachdurchquerung gut gerüstet. Nur mein Schuhwerk entsprach nicht ganz den Erfordernissen. Nasse Füße waren die Folge. Und ich hab schon wieder was gelernt und mir nach Urlaubsende im Raiffeisenmarkt Wanderschuhe mit knöchelhohem Schaft besorgt.


Mittwoch 23.08.2017 -  Gerlitzen und Velden am Wörthersee


Und wieder zog es uns heute zunächst in die Berge. Das Wetter war leicht durchwachsen und oben auf dem Gerlitzen war es ziemlich frisch. Leider war die Sicht auch nicht ganz so toll. Dafür durften wir mit gleich zwei Bergbahnen fahren, was ja auch immer ein tolles Erlebnis ist. Zum Abschluss ging es nach Velden an den Wörthersee. Hier gilt: Sehen und gesehen werden. Eine Leidenschaft, die sich mir noch nicht gänzlich erschlossen hat...

Donnerstag 24.08.2017 -  Mölltaler Gletscher




Heute wurde es bei unserem Ausflug zum Mölltaler Gletscher hochalpin. In rasanter Fahrt ging es mit der Standseilbahn bis zur Mittelstation und dann anschließend mit der Gondelbahn Eissee bis auf knapp 2800 Metern hinauf. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die Bergwelt der Hohen Tauern. Der Sonnblick, der Großglockner und weitere 28 Bergriesen aus Kärnten, Salzburg, Osttirol, Südtirol, Italien und Slowenien bilden die beindruckende Alpinkulisse für diesen Ausflug.

Freitag 25.08.2017 -  Maltatal, Kölnbreinsperre und Künstlerstadt Gmünd


Ein Ausflug auf die Malta Hochalmstraße mit ihrem beeindruckenden Kehrentunnel und zur Kölnbreinsperre gehört bei jedem Kärnten-Aufenthalt zu unserem Programm. Und auch der Fototermin auf dem Airwalk ist schon fast zur Routine geworden. Dieses Jahr sind wir noch ein Stück weiter zum Gasthaus Kölnbreinstüberl gewandert, wo es uns gut gefallen hat.


Auf dem Rückweg haben wir auch der mittelalterlichen Stadt Gmünd einen Besuch abgestattet. Hier gibt es jedes mal etwas Neues zu entdecken. Während des Sommerhalbjahres dominieren zeitgenössische, bildende Kunst und Kunsthandwerk die historischen Gebäude, Plätze und malerischen Gassen von Gmünd.


Samstag 26.08.2017 -  Schifffahrt auf dem Millstätter See und zum Abschied nochmal zur Heiligenbach-Hütte in die Nockberge


Da war er nun, unser diesjähriger letzter Urlaubstag in Kärnten. Bei bestem Wetter haben wir eine Schiffstour auf dem Millstätter See unternommen. Hier gab es jede Menge kurzweiliger Unterhaltung, unter anderem in Form eines Junggesellenabschiedes. Doch dann sind wir nochmal in die Nockberge. Nochmal diese wunderschöne Bergwelt und das urige Ambiente auf der Heiligenbach Hütte geniessen. Schließlich dauert es jetzt wieder ein paar Monate bis wir wiederkommen. Wir freuen uns schon jetzt darauf!


Sonntag 27.08.2017 -  Rückreise mit Zwischenstopp


Mit der Rückreise am Sonntag haben wir es ruhig angehen lassen. Wir haben erst einmal in Ruhe gefrühstückt und haben uns dann so gegen 10 Uhr auf den Weg gemacht. Im Radio wurde von einer einstündigen Wartezeit an der  Grenze nach Deutschland berichtet. Daher sind wir bereits vor Salzburg von der Autobahn abgefahren und ohne Wartezeit oder Kontrolle über einen kleinen Grenzübergang gefahren, der nur durch ein Hinweisschild als solcher zu erkennen war. Im offenen Cabrio sind wir dann über die deutsche Alpenstraße gefahren. Einfach toll.

Am frühen Abend sind wir in Reichardsroth in Mittelfranken angekommen. Dort haben wir im letzten Jahr eine Woche Urlaub gemacht. Hier haben wir diesmal eine Pause eingelegt um am Montag nach dem Frühstück die restliche Wegstrecke nach Essen zu bewältigen.