Mal wieder ein Wochenende im Siegerland

Vom 16. bis zum 18.08.2013 haben wir mal wieder ein schönes Wochenende im Siegerland verbracht. Diesmal haben uns Kalli und Doris sowie Norbert und Petra begleitet. Kalli fährt eine BMW R 1150 R und wird dabei gerne von seiner Sozia Doris begleitet. Norbert und Petra sind der beste Beweis dafür, dass auch Nicht-Motorradfahrer bei uns Freundschaftsstatus erlangen können. Die beiden waren daher an den drei Tagen auf Schusters Rappen unterwegs. Und es gab auch so genügend Zeiten, die wir in gemütlicher Runde zusammen verbringen konnten. Es war übrigens Petras Wunsch, nicht mit einem Foto auf dieser Homepage aufzutauchen. Und diesem Wunsch komme ich natürlich nach.



Am Freitag haben Angie und ich noch bis 13:00 Uhr gearbeitet. Dann haben wir uns über zahlreiche Umleitungsstrecken nach Haarzopf zu Kalli und Doris vorgekämpft. Unglaublich, wieviele Dauerbaustellen und Straßensperrungen es in diesem Sommer in Essen gibt. Höchste Zeit also der Stadt den Rücken zu kehren. Durch das Bergische Land ging es bis nach Kirspe. Dort, am Rande des Sauerlands, haben wir uns mit einem köstlichen Eis erfrischt. Über die Aggertalsperre ging es dann auf direktem Weg ins Siegerland.



Quartier haben wir wieder in Köhlers Haus im Walde bezogen. Beim Siegerland Hotel, wo Angie und ich bereits zum vierten mal genächtigt haben, weiss man schließlich was man hat. Das Abendbuffet und das Frühstücksangebot ist wirklich gut. Und zu der himmlischen Ruhe gibt es ein wohltemperiertes Krombacher vom Fass.



Am Samstag stand dann bei bestem Biker-Wetter mit erträglichen Temperaturen eine kleine Exkursion durch den Westerwald an. Nach der Hinfahrt am Freitag über 135 Kilometer hatte ich für den Samstag eine Runde über 178 Kilometer geplant. Der Schwerpunkt unseres Ausflugs lag also eher auf der Erkundung kultureller Kostbarkeiten als auf fahrerischen Herausforderungen.



In Dierdorf wurde es dann sogar ein wenig gefährlich, als uns diese beiden Raubkatzen den Weg versperrten. Die evangelische Kirche in diesem Ort erinnert an Sakralbauten, die ich im vergangenen Jahr in Südengland bewundern durfte. Wirklich historisch ist allerdings nur der Glockenturm. Der Rest des Gebäudes wurde Anfang des 19. Jahrhunderts aus dem Gemäuer eines verfallenen Schlosses errichtet.





Und schon wieder stand ein absolutes kulturelles Highlight bei unserem Ausflug durch den Westerwald an. Nur ein paar Kurven weiter, in Dernbach, statteten wir dem wohl berühmtesten Schrottplatz der Republik unseren Besuch ab. Dieser von mir im Vorfeld geplante Abstecher, blieb bis dahin ein streng gehütetes Geheimnis, hätte Angie doch sonst als absoluter Fan der Fernsehserie "die Ludolfs" ihre Begeisterung wohl nicht mehr im Zaum halten können.



Leider war Peter nicht zu Hause, da er am Abend an einer Fernseh-Talkshow teilgenommen hat. So wurde es nichts mit einer Einladung zu Gullasch aus der Dose mit Nudeln. Auch Manni und Uwe hatten wohl andere Dinge zu erledigen. Unser Besuch in dem kleinen Westerwalddorf mit den berühmten Brüdern war aber auch so fantastisch! Vielleicht klappt es ja beim nächsten mal mit einem persönlichen Treffen.





Aus Rücksicht auf meine Mitreisenden habe ich wie immer ausreichend Pausen eingeplant. Hier haben wir gemütlich im Biergarten einer Dorfkneipe gesessen. Der Wirtin Gerda hatten die Gäste dort ein steinernes Denkmal errichtet, welches in den Abendstunden mittels LED-Beleuchtung sogar iluminiert werden kann.



Und hier gab es sogar noch eine kleine Kuschelpause für Kalli und Doris obendrauf. Hierfür hatte ich einen wirklich romantischen Parkplatz eines Mc Donalds-Restaurants ausgewählt.



Später, an unserem Hotel angekommen, erfrischten wir uns mit einer gut gekühlten Hopfenkaltschale. Da Kalli ein kleines Hungergefühl plagte und die Salzbrezeln gerade aus waren, wählte unser Tourbegleiter von dem großzügigen Angebot aus Frau Köhlers Backstube. Allerdings war diese Entscheidung nicht ganz folgenlos: Der Kampf um den Kirschstreuselkuchen. Border Collie trifft Border Kalli!



Später  haben wir noch eine Wanderung zur Freudenberger Altstadt unternommen. Dieses verwinkelte Fachwerkstädtchen fasziniert mich jedes mal aufs Neue. Und jetzt in der Sommerzeit blühte es in allen Ecken und Winkeln.



Auch wenn böse Zungen aus dem Motorradclub behaupten, ich gehöre zur Blümchenpflückerfraktion, ich hab alle Blumen stehen lassen. Nur eben fotografiert habe ich sie. Solch schöne Motive darf man sich doch nicht entgehen lassen.











Nach einem zweiten Abend in gemütlicher Runde, der unsere Getränkerechnung nach oben schnellen ließ, haben wir uns am Morgen danach reichlich am Frühstücksbuffet bedient. Da sich die Motorradhosen mit etwas Geschick doch noch schließen liessen, haben wir uns zeitig auf den Heimweg gemacht. Denn leider hatte der Wetterbericht für diesen Sonntag Regen angekündigt und am Himmel zeigten sich bereits die ersten dunklen Wolken.



Bis zum Biggesee blieb es trocken. Doch spätestens ab Meinerzhagen wurde es dann doch so langsam feucht. Daher ging es dann irgendwann ohne die eigentlich geplanten Extraschleifen auf direktem Weg nach Hause. Muss ich eigentlich noch erwähnen, dass es auf dem direkten Weg ebenfalls Streckensperrungen und Umleitungen gab? Merke: Nicht nur in Essen sind die Straßenbauer aktiv!



Im Wodantal haben wir uns dann von unseren Mitreisenden verabschiedet. Es war ein schöner Wochenendausflug, der nach Wiederholung schreit. Das bisschen Regen auf der Rückreise konnte uns nicht wirklich schocken. In all den Jahren, in denen ich Motorrad fahre, habe ich die Erfahrung gemacht dass irgendwann der Tag kommt, an dem alles wieder getrocknet ist.