Donnerstag 06.09.2012 

Dies sollte ein ganz besonderer Tag im diesjährigen Kärntenaufenthalt werden. Morgens war es noch etwas trübe, was sich aber im Laufe des Tages absolut ändern sollte. Unsere Gastfamilie hatte uns zusammen mit den anderen Gästen auf ihre Alm in den Nockbergen eingeladen. Den Tag in dieser wunderschönen Bergidylle haben wir genauso genossen, wie die Brettljausen, die uns in der Almhütte aufgetischt wurde.



Es fällt schwer Worte zu finden, die diese Idylle inmitten der Nockberge beschreiben. Vielleicht vermitteln die nachfolgenden Fotos etwas von dieser ganz besonderen Stimmung.







































Den Tag in der freien, nahezu unberührten Natur, haben wir in vollen Zügen genossen. Und zum krönenden Abschluss haben wir die 104 Kehren auf der Nockalmstraße noch einmal komplettiert. So sind es dann neben dem tollen Ausflug auf die Alm doch noch 136 Motorradkilometer an diesem beeindruckenden Tag geworden.





Freitag 07.09.2012

Nachdem wir am Morgen noch einmal in Spittal waren, um die bestellten Gürtel bei SIMA abzuholen, haben wir uns gemeinsam mit Helmar auf in Richtung Slowenien gemacht. Kurz vor dem Wurzenpass haben wir die Motorräder noch einmal aufgetankt. Dies stellte sich als ein schwieriges Unterfangen dar, da die Tankstelle bereits von reichlich Harleyfahrern belagert wurde, die vom nahegelegenen Faaker See aus zu einer der Touren gestartet waren. Danach hatte Helmar bereits genug von unserem Plan, über den Wurzenpass nach Kranjska Gora und dann weiter über den Vrsicpass zu fahren.


Unsere Wege trennten sich also bereits nach wenigen Kilometern. Natürlich schepperten einem zeitweise etwas die Ohren, von dem amerikanischen Edelstahl der durch die engen Kehren geeiert wurde und an der Spitze des Vrsic Passes war es auch reichlich voll. Doch schlimmer als die zahlreichen Motorräder waren die PKWs und Busse, die die kurvigen Bergstraßen blockierten. Für die ersten Kilometer unserer Tour hatten wir daher schon einige Stunden benötigt. Von unserem Plan über das Nassfeld zurückzufahren sind wir daher abgewichen.















Kurz vor dem Predilpass haben wir noch in Slowenien herrlich leckere Makkaroni mit Spinat und Forelle verspachtelt.



Danach ging es über Hermagor und die Windische Höhe zurück nach Ferndorf. Unsere leicht verkürzte Tour ging heute über 167 Kilometer. Ich habe Harry und Ralf noch beim Verladen ihrer Motorräder geholfen. Für Harry, Uli und Ralf ging es am nächsten Morgen gleich nach dem Frühstück wieder zurück nach Hause.



Samstag 08.09.2012 

Unser letzter Tag in Kärnten. Ursprünglich hatte ich vorgehabt, mir die Motorradparade in Villach anlässlich der European Bike Week anzuschauen. Doch die tausende von Harleys, die in den letzten Tagen die schönsten Routen verstopften und einen wahnsinnigen Krach verbreiteten, waren mir genug auf den Keks gegangen. Außerdem war das Wetter viel zu schön, um für eine Parade das eigene Motorrad stehen zu lassen.





So sind Helmar, Angie und ich zu einer gemeinsamen Abschlusstour aufgebrochen. Es ging durch zahlreiche Täler und kleine Straßen durch eine tolle Landschaft. Von knatternden Harley Davidsons blieben wir weitestgehend verschont. Diese waren ja alle auf der Parade. Am Weißensee haben wir eine Kaffeepause eingelegt.





Vom Weißensee aus ging es ins Mölltal und dort die steile Rampe hinauf zum Himmelbauer. Angie hatte ziemlichen Respekt vor den irrwitzig engen Kehren, letztendlich hat sie aber alles prima gemeistert.

Die mühsame Auffahrt hinauf zum Himmelbauern lohnt sich aber auf jeden Fall. Das ist ein besonders schöner Fleck auf der Landkarte mit einer tollen Aussicht auf die umliegende Bergwelt.



















Durch das Mölltal ging es zurück nach Spittal und dann zu unserer Pension. 203 Kilometer waren wir an unserem letzten Urlaubstag nochmal mit den Motorrädern unterwegs.

Sonntag 09.09.2012

Unsere Motorräder hatten wir bereits am Samstag Nachmittag verladen. Helmar war gleich nach dem Abendessen in Richtung Heimat gestartet. Für uns ging es dann nach dem Frühstück los. Ab dem Grenzübergang Salzburg mussten wir uns auf den bayrischen Autobahnen durch zahlreiche Staus quälen. So haben wir auch für unsere Rückfahrt 14 1/2 Stunden benötigt und kamen erst zu vorgerückter Stunde zu Hause an.



Es hat uns einmal mehr wirklich gut gefallen im Motorradland Kärnten und natürlich auch in der Pension Jakelbauer. Zu Gast bei Familie Unterkofler ist schon fast so etwas wie nach Hause zu kommen. Mit Willi und Magga haben wir richtig schöne Touren unternommen und ich denke die Beiden waren mindestens so begeistert wie wir. Insgesamt waren wir in den 14 Tagen 2.418 Kilometer unterwegs. Das kann sich doch sehen lassen. Das Wetter hat diesmal auch gepasst. Bei unserem nächsten Kärntenaufenthalt werden wir allerdings darauf achten, dass sich unser Urlaub nicht mit der European Bike Week am Faaker See überschneidet. Denn der amerikanische Edelstahl verstopfte Kärntens Straßen ziemlich.

Angie hat übrigens zahlreiche Fotos von den Tieren beim Jakelbauern geschossen. Einige der Bilder hänge ich dann mal an diesen Tourbericht an.