Siegerland, 17.08. bis 19.08.2012

Freitag, 17.08.2012. Die Tour nach Freudenberg im Siegerland hatten wir bereits vor einiger Zeit geplant. Gemeinsam mit Petra und Helmar wollten wir in dem tollen Motorradrevier vor unserem Kärntenurlaub schonmal Kurven sammeln, um uns auf Großglockner und Nockalmstraße vorzubereiten.

Doch ganz so wie geplant, sollte unser gemeinsamer Wochenendaufenthalt dann doch nicht verlaufen. Helmar war nämlich erst kürzlich mit seiner BMW in der Alpenrepublik unterwegs. Und da er sich am kommenden Wochenende erneut auf den Weg in seine zweite Heimat machen wird, hat er die 1100er RT gleich in der Scheune des  Jakelbauern abgestellt. Für die Siegerlandtour wollte er sich dann die RT eines Freundes ausborgen. Doch daraus wurde nun leider nichts, da das Motorrad seines Kumpels nach einem Defekt verkauft wurde. So sind Helmar und Petra halt mit dem Auto angereist. Schlechte Voraussetzungen also, für eine gemeinsame Motorradtour.

Und zum Zeitpunkt unserer Tourenplanung konnte auch niemand wissen, dass dies das heißeste Wochenende des Jahres werden sollte. So beschränkten sich unsere fahrerischen Aktivitäten gerade einmal auf die An- und Abreise. Doch die 254 Kilometer waren, was Kurven und Landschaft betrifft, vom Feinsten.

Untergekommen sind wir im Siegerland Hotel - Köhlers Haus im Walde - im schönen Städtchen Freudenberg. Dort waren wir vor drei Jahren bereits bei einer Mehrtagestour der Motorradfreunde Burgaltendorf zu Gast. Und auch diesmal haben wir uns in dem familiär geführten Haus pudelwohl gefühlt.

Samstag 18.08.2012. Am Samstag Morgen haben wir uns aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen und dem Mangel an Motorrädern zunächst zu Fuß zum historischen Stadtkern von Freudenberg aufgemacht. Freudenberg liegt im historischen Siegerland in hügeliger Mittelgebirgslandschaft zwischen 243 und 505 m Höhe über dem Meeresspiegel. Die Landschaft gehört größtenteils zum Freudenberger Bergland, das wiederum Bestandteil des Naturraums Siegerland ist. Das südliche Stadtgebiet gehört zum Höhenzug Giebelwald, in dem sich auch der 527 m hohe Giebelberg befindet. Obwohl dessen Spitze auf Niederfischbacher Gebiet liegt, bildet sein Hang an der Grenze zu Rheinland-Pfalz die höchste Stelle im Stadtgebiet Freudenbergs.

Der „Alte Flecken“ ist die ganz in Fachwerkbauweise errichtete Innenstadt Freudenbergs. Sie gibt einen Eindruck von einer Kleinstadt aus dem 17. Jahrhundert. Der Alte Flecken wurde in den Kulturatlas des Landes Nordrhein-Westfalen als "Baudenkmal von internationaler Bedeutung" aufgenommen; es existiert kein vergleichbarer historischer Stadtkern in Fachwerkbauweise. Die Evangelische Kirche wurde, nachdem 1585 Freudenberg selbständige Pfarrei geworden war, 1602–1606 als Wehr- und Schutzkirche errichtet. Der Glockenturm und ein Mauerrest am Schlossberg sind die einzigen Zeugnisse der früheren Burganlage.

Nächstes Ziel unseres Samstagsausflugs war die Stadt Siegen. Siegen ist eine Große kreisangehörige Stadt und Kreisstadt des Kreises Siegen-Wittgenstein im Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen. Siegen gehört zu den acht deutschen Großstädten, die nicht kreisfrei sind. Seit Juli 2012 präsentiert sich Siegen auf den Ortsschildern formell als Universitätsstadt Siegen, nachdem das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die Genehmigung dazu erteilt hat.

Die Stadt liegt nordwestlich des Dreiländerecks Nordrhein-Westfalen–Hessen–Rheinland-Pfalz, ist Sitz der Kreisverwaltung und in der Landesplanung als Oberzentrum im südwestfälischen Verdichtungsraum eingestuft. Sie ist die Geburtsstadt des berühmten Barockmalers Peter Paul Rubens. Deshalb bezeichnet sich Siegen auch als Rubensstadt.


In Siegen haben wir uns eine Fahrt mit dem historischen Hübbelbummler gegönnt. Vom Bahnhof aus geht es am Apollo-Theater und an "Henner und Frieder" vorbei über die Sieg. Die steilste Einkaufsstraße Deutschlands, die Kölner Straße, kann man vom Hübbelbummler aus ganz unbeschwert genießen.

Weiter chauffierte der Hübbelbummler uns am Hirtenbrunnen in der alten Poststraße vorbei, über die Löhrstraße zum Marktplatz, an der  Nikolaikirche und am KrönchenCenter vorbei und zum historischen Rathaus. Schließlich ging es über die Burgstraße zum Hasengarten.

Bei einem entspannten Spaziergang im Schlosspark konnten wir den Ausblick ins Hüttental genießen.

Sonntag 19.08.2012. Nach einem ausgedehnten Frühstück ging es für Angie und mich mit unseren Motorrädern wieder Richtung Heimat. Für den heutigen Tag waren Spitzentemperaturen von 38 Grad Celsius angekündigt. Da wollten wir vor der zu erwartenden Mittagshitze möglichst viele Heimreisekilometer zwischen uns und dem Siegerland bringen.

Erneut führte und das Navi über kleine und kleinste Straßen mit herzerfrischenden Kurvenkombinationen. Und zwischendurch durchfuhren wir auch immer wieder schattige Wäder, in denen uns eine angenehme Frische überraschte. Die eisgekühlte Cola bei unserem Zwischenstopp bei Mc Donalds haben wir aber trotzdem gerne mitgenommen.

Wenn es auch nicht so viele Motorradkilometer geworden sind. Das Wochenende im Siegerland hat uns richtig gut gefallen. Und da dieses Motorradparadies gleich vor unserer Haustür liegt, kommen wir sicher bald wieder dorthin zurück.