Der Kaunertaler Gletscher ist der zweitgrößte Gletscher Österreichs. Hier kann man bis in den frühen Sommer hinein Ski fahren. Begegnungen von Ski- und Motorradfahrern sind dann in wenigen Metern Abstand voneinander möglich.

 
 

 


Leider zog sich der Himmel nun mehr und mehr zu. Die dunklen Regenwolken sahen ziemlich bedrohlich aus. Wer möchte schon auf der kurvenreichen Passstraße eines 3.000ers ein Unwetter erleben? Wir jedenfalls nicht. Also haben wir uns nach einer kurzen Stärkung auf den Rückweg begeben.



Die Gletscherstraße haben wir bis hinunter zur Mautstation im einigermaßen trockenem Zustand bewältigt. Doch noch vor der Piller Höhe regnete es sich ein. Also haben wir uns in die Regenkombis gezwängt, die waren über den Winter wie von Geisterhand eingelaufen, und diese bis zu unserer Ankunft in Roßhaupten auch nicht mehr ausgezogen.

Auf dem Fernpass war der Regen ziemlich heftig. Und hier fiel dann auch wieder die Elektronik an Angies F 650 GS aus. Diesem Problem muss sich dann doch mal eine Fachwerkstatt widmen.
 


Kaum waren wir in Füssen wieder im Allgäu gelandet, erwartete uns einmal mehr strahlender Sonnenschein. Und so blieb es auch als wir nach insgesamt 290 Kilometern in Sameister ankamen. Kannten wir jetzt schon irgendwo her. Also haben wir uns in unseren sonnigen Biergarten begeben und das gute Allgäuer Wetter und das leckere Essen genossen. 
 
Dienstag 06.07.2010

Angie hatte nach unserer gestrigen Tour schonmal vorsichtig angefragt, wie es mit einem Urlaubstag ohne Motorräder wäre. Ihre Halswirbel hätten sie auch schon darauf hingewiesen, dass es Zeit für eine Pause wäre. Ich hatte natürlich sofort gute Gegenargumente zur Hand und habe eine kostenfreie persönliche Massageanwendung zur Verfügung gestellt. Doch dann haben sich Angies Wünsche über Nacht im Traum erfüllt: Dauerregen in der Alpenregion.

Ach ja, und dann gab es da noch so einen bislang unerfüllten, wenn auch ein wenig gruseligen Wunsch: "Eine Besichtigung von Schloss Neuschwanstein".



Okay, es hat geregnet, irgendetwas muss man ja unternehmen und in Sachen Kultur ist in diesem Urlaub noch nichts gelaufen. Also wandelten wir an diesem Tag auf den Spuren von König Ludwig II. Und am Ende des Tages war ich dann auch kurz davor, mich im Starnberger See zu ertränken.

Doch gehen wir mal chronologisch vor: Um 9:30 Uhr haben wir das Auto für den Schnäppchenpreis von 4,50 Euro auf einem Parkplatz weit weg von diesem Märchenschloss abgestellt. Nach einem Fußmarsch von 2 Kilometern bei geschätzten 15 % Steigung durften wir uns ans Ende einer sich um zahlreiche Windungen gehenden Menschenschlange einordnen. Zahlreiche Nationalitäten waren vertreten. Angie und ich kamen uns wie Fremde vor, denn deutsche Töne waren kaum zu hören.



Schon um 10:00 Uhr durften wir die Tickets für gerade mal 9,00 Euro pro Nase in Empfang nehmen. Allerdings die nächste deutschsprachige Führung fand erst um 12:00 Uhr statt. Ist halt eine Frage von Angebot und Nachfrage. Vorher wurden noch geschätzte 50.000 Japaner, 35.000 Amerikaner und 15.000 Italiener durch das Königsschloss geschleust.
 




Meine mir Zugemutete wollte dann nochmal eben das Klöchen aufsuchen. Kein Problem, einen Kilometer weiter bei nunmehr geschätzten 18 % Steigung warteten bereits geschätzte 3 Busladungen gefüllter Blasen auf gepflegte Entleerung. Dies sollte allerdings noch einen kleinen Augenblick dauern und Voraussetzung war, dass man drei 10-Cent-Stücke passend als Wegezoll entrichten konnte. Über die Erlebnisse hinter diesem Drehkreuz hat Angie nie berichtet. Sie hatte den Tag über allerdings erhebliche Magenprobleme.



Doch irgendwie muss man sich die zweistündige Wartezeit ja vertreiben. Zur Not halt auch mit einem Toilettenbesuch. Ich nutzte die Zwischenzeit um mir die zahlreichen Souveniershops anzuschauen. Ich war schlichtweg begeistert und habe auch einige höchst interessante Fotos geschossen. Mittlerweile wechselte der Dauerregen von der Stufe "heftig" zur Stufe "sintflutartig". Kein Problem, ich bin dann halt die 3 Kilometer zum Auto zurück und habe den XXL-Schirm aus dem Kofferraum unseres Autos geholt. Bis dahin war ich allerdings ziemlich durchnässt.



Angie hatte sich derweil in einem der zahlreichen Souveniershops untergestellt. Zwischen all den Japanern und Cockou-Clocks war sie nicht wiederzufinden. Doch per Handyortung haben wir dann doch wieder zueinander gefunden. So konnten wir die 3 Kilometer mit geschätzten 15 bis 18 % Steigung durch unseren XXL-Schirm gut geschützt wieder nach oben schreiten. Schnell noch in die Menschenschlange für den Ticketverkauf für den Bus-Transfer zum Haltepunkt Marienbrücke und zurück eingereiht und schon kurze Zeit später hielten wir voller Stolz das Busticket für einen Gegenwert von 5,60 Euro in unseren nassen Händen.



Nach 20 Minuten, die wir unter einem regensicheren Unterstand verbringen durften, kam dann auch unser Bus. Sitzplätze gabs allerdings nur für Reisende asiatischer Herkunft. Doch Gästen bietet man schließlich immer die besten Plätze an. Und außerdem konnte im Stehen das gespeicherte Regenwasser viel besser den Weg von der Innenseite der Jeans auf den Kunststoffboden des Linienbusses finden.



Nun will ich aber mal nicht meckern. Der Blick auf das von Regenwolken umwobene Schloss Neuschwanstein war schon ziemlich beeindruckend. Leider gab es aber keine überdachten Warteplätze für die Besuchergruppen. Und da der sintflutartige Regen anhielt, waren wir doch schon froh über den Schutz unseres XXL-Schirms.



Pünktlich um 12:00 Uhr wurden wir ins Innere des Schlosses gebeten. Die Führung begann dann 15 Minuten später und dauerte exakt 35 Minuten. Unser Schlossführer wusste auch nicht soviel zu berichten, da der Bauherr, eben König Ludwig II, nie auf diesem Schloss gewohnt hat sondern bereits während der Bauzeit in den Gestaden des Starnberger Sees das Zeitliche gesegnet hat. Vorher war der in Bayern immer noch liebevoll "Kini" genannte Märchenkönig von der bayerischen Regierung abgesetzt und für unmündig erklärt worden.



Doch die Planung für seine Hütte war trotzdem garnicht so schlecht. Ich hätte das ganze allerdings schon ein bisschen anders gestaltet. Es gibt zum Beispiel keine Garage für die Motorräder.



Mein persönliches Fazit dieses Tages: Kultur sollte auch immer vorkommen. Doch morgen soll es wieder gutes Wetter mit Sonnenschein und höheren Temperaturen geben. Man könnte ja mal wieder Motorrad fahren. Und die einzigen Japaner, die uns auf den herrlichen Passstraßen der Umgebung begegnen, heißen Honda, Yamaha, Kawasaki oder Suzuki.

Mittwoch 07.07.2010

Das Wetter war uns wieder wohlgesonnen. Herrlicher Sonnenschein, angenehme Temperaturen. Also haben wir uns in Richtung Kühtaisattel aufgemacht. Die Anfahrt erfolgte, wie soll es auch anders sein, über den Fernpass. Später bogen wir dann ins Ötztal ab.


 


Gleich in Oetz ging es dann hoch nach Kühtai. Schon die Anfahrt dorthin ist ein Erlebnis, enge und kurvige Straßen und eine beeindruckende Landschaft. In 2.020 Metern Seehöhe hatten wir dann den höchsten Punkt der Passstraße erreicht.



Unsere Rast haben wir, wie schon im Sommer 2007, in der Dortmunder Hütte eingelegt. Für Angie gab es einen Germknödel mit Vanillesauce und für mich, der es lieber etwas deftiger mag, eine schmackhafte Speckknödelsuppe.





Auf dem Rückweg wählten wir dann mit dem Haimingerberg eine kleine, kurvige Nebenstrecke. Hier galt es einige Baustellen zu passieren, in denen der Untergrund lediglich aus gewalztem Schotter bestand. Ein großes Vergnügen für jeden Enduristen. Für den RT-Fahrer eher eine kleine Herausforderung.


 


Über Imst ging es zurück in Richtung Fernpass. In Füssen angekommen haben wir im Baumarkt ein paar Torx-Bits für Angies BMW gekauft, da man ohne dieses Spezialwerkzeug so gut wie nichts demontieren kann. Als ich vom Baumarktgelände abbog habe ich eine Motorradwerkstatt auf einem Nachbargründstück entdeckt. Und hier haben wir wegen der Elektronikprobleme an der F 650 GS nachgefragt. Die freundlichen Zweiradmechaniker haben sich des Problems gleich angenommen. Ein paar Steckverbindungen wurdem mit Kontaktspray bearbeitet, die Bordsicherungen geprüft und die ABS-Sensoren gereinigt. Doch leider war der Fehler so nicht zu beheben.

Später werden wir das leckere Essen im Gasthof Adler geniessen und uns dann zum Metzgerwirt nach Lechbruck begeben. Denn heute Abend wird das Halbfinale Deutschland gegen Spanien übertragen. Wie es ausgeht? Schaun mer mal...

Donnerstag 08.07.2010

Der Morgen, nachdem Deutschland die Halbfinalbegegnung gegen Spanien mit 0 : 1 verloren hat. Doch das Wetter feierte trotzdem ein Freudenfest. Sonnenschein und königsblauer Himmel gleich zum Wecken.



Heute wollten wir mal bis zum Bodensee vordringen. Teils über die Autobahn ging es Richtung Isny, dann weiter über Wangen, Neukirch und Tettnang. Von Oberlangenau aus fuhren wir auf Lindau zu. Und je näher wir der großen Kreisstadt am Bodensee kamen, um so hübscher wurde die Landschaft. Hopfen- und Obstanbau an allen Orten, farbenprächtige Blumen an den Gebäuden, und Straßen, die den Eindruck erwecken, dass deren schwungvoller Verlauf eigens fürs Motorrad geplant wurde.

Von Lindau aus fuhren wir, immer im Kontakt zum Ufer des Bodensees bleibend, in Richtung Friedrichshafen. Vorbei an ursprünglichen Ortschaften, deren Charme einzigartig ist.


 
Die mediterrane Schönheit des großen blauen Sees, auch schwäbisches Meer genannt, verdanken wir eiszeitlichen Gletschern. "Schwäbisches Meer" suggeriert sozusagen eine unermessliche Größe, die bei einer Ausdehnung von 571 Kilometern übertrieben klingt. Andererseits ist der Bodensee nach dem Balaton und dem Genfer See der drittgrößte See Mitteleuropas. Es ist also durchaus verständlich, dass die Anrainer mit stolz geschwellter Brust von ihrem "Meer" sprechen.
 

 

 


In Friedrichshafen, der Stadt mit diesem ganz besonderen Flair, bekommt man eine Ahnung von der Leichtigkeit des Seins. Hier haben wir uns dann auch eine längere Pause gegönnt. Wir haben uns die Altstadt und die schöne Uferpromenade angeschaut. Dort haben wir uns in einem Cafe, direkt am Ufer des Bodensees, ein leckeres Eis gegönnt. Die Aussicht auf das gegenüberliegende Ufer des Sees, mit den ersten Erhebungen der Schweizer Bergwelt, gab es kostenlos dazu. Ein Blick um die Seele baumeln zu lassen und einmal kräftig durchzuatmen.


 


Als wir uns dann recht spät auf den Heimweg machten, war die Nachmittagshitze beinahe unerträglich. Und die ersten 30 Kilometer hatten wir mit dem einsetzenden Feierabendverkehr zu kämpfen. Doch als wir Lindau verlassen hatten, wehte uns dann doch ein wenig kühlender Fahrtwind um die Nase.

Zwischen Niederstaufen und Lindenberg wartete nochmal eine kurvenreiche Strecke mit ein paar anspruchsvollen Kehren auf uns. Wäre wirklich schön gewesen, hier nochmal durch die Kurven zu wedeln. Doch diesmal hatten wir dann ein langsam fahrendes finnisches Wohnmobil unmittelbar vor uns.

Nachdem uns die hohen Temperaturen nun mehr und mehr zusetzten, haben wir für den weiteren Heimweg Schnellstraßen und Autobahnen genutzt. Es verlangte uns nach einem kühlen Bier. Nach einem erlebnisreichen Tag mit nochmals 286 Kilometern, kamen wir in Sameister an.

Nun schenket ein ihr Wirtsleut, uns dürstet es...

Ach ja, Angie hat am späteren Abend noch eine Entdeckung gemacht. Über die kleine Kapelle, die in 50 Metern Luftlinie von unseren Betten entfernt jeden Morgen um sechs Uhr die Kirchturmglocken hat läuten lassen, hatte ich ja schon berichtet. Und an diesem Abend fand dort ein Gottesdienst statt. Nach der Messe hat Angie die nun einmal geöffnete Kapelle besichtigt. Und hinter dem Altar befand sich eine kleine Gruft die nur gebückt betreten werden kann, die exakt der Grabkammer in Jerusalem nachempfunden war. Und diese kleine Gruft macht die kleine Kirche aus dem 16. Jahrhundert schon zu etwas ganz Besonderem. Wenn nur dieses morgendliche Glockengeläut um 6:00 Uhr nicht wäre.
 

 


Freitag 09.07.2010

Und wieder einmal wurden wir gleich am Morgen mit herrlichstem Sommerwetter belohnt. Von Füssen aus fuhren wir die Autobahn 7 durch den Grenztunnel. Auf österreichischer Seite verließen wir die Bundesstraße 179 bereits nach wenigen Kilometern.

Wir durchfuhren den Ort Reutte, in dem es immer ein wenig hektisch zugeht, und bogen erneut ins Lechtal ein. Noch vor Stanzach steuerten wir eine Tankstelle an um die Maschinen mit dem günstigen Super bleifrei zu versorgen. Ich stellte die Maschine neben der Zapfsäule ab und wollte sie wie gewohnt auf dem Hauptständer abstellen. Wenn die BMW gerade steht lässt sie sich schließlich besser betanken. Doch diesmal lief es irgendwie anders ab. Bevor ich überhaupt kapierte, was geschehen war, lag meine RT auf der Seite. Angie und ein weiterer Motorradfahrer sprangen zur Hilfe und gemeinsam gelang es uns ganz gut das Motorrad wieder aufzurichten. Und siehe da: Der Fußhebel des Hauptständers lag abgebrochen neben dem Motorrad. Dinge gibt’s, die gibt’s gar nicht. Spricht jedenfalls nicht unbedingt für überragende Qualität, wenn ein an sich so massives Teil, was doch eigentlich eine Menge aushalten sollte, so mir nichts dir nichts durchbricht.



Immerhin haben wir so Bekanntschaft zu dem freundlichen Helfer aus Gummersbach gemacht und uns noch eine Weile nett unterhalten.

Nach dieser Tankaktion mit Showeinlage fuhren wir erneut über den Hochtannbergpass. Diesmal war das Wetter bedeutend besser als noch vor einer Woche. Oben angekommen machten wir uns gleich auf die Abfahrt hinunter zum Bregenzer Wald. Und diese, uns bislang unbekannte Strecke, war dann auch deutlich spektakulärer, als die Auffahrt vom Lechtal aus.



Auch der Bregenzer Wald war beeindruckend. Die Landschaft war einfach toll und auch fahrerisch kamen wir bei den zahlreichen Kurven und Tunnels auf unsere Kosten.



Im Ort Au bogen wir nach links auf die Passstraße hinauf zum Furkajoch. Bereits die Anfahrt auf dem Furkapass war klasse. Eine sehr enge kurvige Straße mit teils erheblicher Steigung. Und mittendrin eine Baustelle mit Ampelsteuerung. Der Ampeltakt war gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig. Gefühlte 15 Minuten Wartezeit, mitten in der knalligen Sonne. Eine finnische Sauna ist wohl nichts dagegen.

Die letzten Kilometer zur Passhöhe haben einige Kehren, viele Kurven und ein tolles Alpenpanorama zu bieten. Gleich neben der Straße ohne Leitplanken oder sonstige Begrenzung geht es ab in die Tiefe. Dann doch lieber beim Fahren auf den Straßenverlauf und nicht auf den Panoramablick konzentrieren. Auf 1.760 Metern Höhe haben wir dann die Motorräder abgestellt und die Aussicht mit festem Stand unter den Füßen genossen.




 


Leider fehlte uns die Zeit, um den Pass auf der anderen Seite durch das Latenser Tal hinunter zu fahren. So ging es auf dem gleichen Weg, den wir für den Hinweg genutzt hatten, zurück. Langweilig wurde es dennoch nicht. Denn an diesem Tag fand am Furkapass eine Etappe der Silvretta Classics statt. Und so kamen uns bei unserer Abfahrt geschätzt an die hundert klassische Automobile entgegen.



Auf dem weiteren Rückweg mussten wir noch mehrere kurze Pausen einlegen, da uns die Hitze doch ziemlich zu schaffen machte.



In Sameister angekommen freuen wir uns nun nach 261 Kilometern toller Fahrt auf eine erfrischende Hopfenkaltschale. Das Leben kann so schön sein….

Samstag 10.07.2010

Nun war er schon wieder fast vorbei, unser 14tägiger Urlaub im Allgäu. Es war nochmal ein schöner sonniger Tag. Reichlich warm war es, so dass der Schweiß in Strömen floss. Wir sind nochmal nach Mittenwald, meiner zweiten Heimat gefahren, haben nach dem Häuschen meiner verstorbenen Tante Anneliese geschaut und haben uns noch das ein oder andere angesehen. Dann sind wir zurück nach Sameister. Schließlich mussten die Motorräder noch auf dem Anhänger vertäut werden. 146 Kilometer sind wir heute nochmal gefahren.


 



 


Es hat alles wunderbar und ohne weitere Schäden an Mensch und Material geklappt. Und das galt dann auch für das Verladen der Motorräder auf dem Anhänger. Es war eben nur heiß. Und so musste es daher doch das ein oder andere Bier mehr sein, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Wir haben das Menü in unserer Pension nochmal genossen. Und danach, während des Fußballspiels um den dritten Platz bei der WM in Südafrika, haben wir unsere sieben Sachen gepackt, damit wir dann gleich morgen nach dem Frühstück abreisen konnten.
Sonntag 11.07.2010

Wir sind wohlbehalten wieder angekommen. Nach 8 1/2 Stunden Fahrt sind wir sicher in dem schönsten Dorf der Ruhrhalbinsel gelandet. Es war ein wirklich schöner Urlaub. Die Motorräder haben wir sicher vom Anhänger entladen.



Insgesamt waren wir knapp 2.800 Kilometer in den letzten 14 Tagen mit den Motorrädern unterwegs. Unser Fazit ist durchwegs positiv. Mit unserer Pension haben wir einen Glücksgriff getan und das Essen war vom Feinsten. Wir haben uns im Gasthaus Adler pudelwohl gefühlt. Auch mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück, wahrscheinlich haben wir die schönsten Wochen des Jahres erwischt. Land und Leute haben uns gut gefallen.

Vom Hochgebirge über die Voralpenlandschaft bis hin zum Ufer des Bodensees bietet das Allgäu als klassische Motorradregion sowohl sanfte Hügellandschaften für genüssliches Dahingleiten als auch kurvige Herausforderungen in den Allgäuer Alpen.

Gemütliche Dörfer, romantische Schlösser, blaue Seen, saftig grüne Wiesen und über allem ein leuchtend blauer Himmel wie aus dem Reiseprospekt: Das Allgäu bietet dem Biker einfach alles, was sein Herz begehrt.

Wir mussten feststellen, dass wir doch die einige Tourüberschneidung zu unserer Alpentour im Jahr 2007 hatten. Das war uns allerdings schon vor Reiseantritt klar. Angie war damals noch Sozia und sie hatte daher den Wunsch geäußert, die ein oder andere Tour nun einmal selbst fahren zu wollen. Sie ist auch mit anspruchsvollen Kurven und Kehren gut zurecht gekommen. Im nächsten Jahr wird es wohl ein Stück weiter hinein nach Tirol gehen, um die täglichen langen Anfahrten zu den Passstraßen zu verkürzen. Einer meiner Wünsche wäre es, mal übers Timmelsjoch nach Meran zu fahren. Mal schauen, wo wir im nächsten Jahr dann landen.



Auf jeden Fall haben wir in diesen 14 Tagen Allgäu Kraft getankt. Wir werden uns noch lange an die schönen Bilder und Touren erinnern. Und irgendwann sind wir dann sicher mal wieder in dieser schönen Gegend.