Motorradmodelle im Maßstab 1 : 10

Und schon wieder muss ich gestehen, dass ich einen festen Vorsatz nicht eingehalten und meine Sammlung um eine weitere Sparte erweitert habe. Früher waren die Menschen Jäger und Sammler. Und bei mir sind wohl in erster Linie die Gene der Sammlerfraktion hängen geblieben. Diese Sammelleidenschaft würde eine Ehefrau sicher zur Verzweiflung bringen. Meine Freundin Angie hat allerdings den großen Vorteil, dass sie meine Nachbarwohnung bewohnt. So kann sie den zahlreichen Modellautos und Motorradmodellen, die sich über die ganzen Vitrinen in meinem Wohnzimmer verteilen, bei Bedarf recht schnell entfliehen.

Und eigentlich trifft mich auch gar keine Schuld am erneuten Ausbau meiner Sammlung. Ein netter Zeitgenosse, der gemeinsam mit uns auf einem großen Bike bei den Motorradfreunden Burgaltendorf unterwegs ist, hatte wohl mal aus Langeweile in meiner Homepage gestöbert und war dort auf meine Modellmotorrad-Sammlung gestossen. Und da er seit Jahren das Modell einer NSU Max in seinem Keller gehortet hatte ohne eine weitere Verwendung dafür zu haben, hat er es mir zu einer Motorradtour mitgebracht. So kam ich in den Besitz meines ersten Schuco Motorradmodells im Maßstab 1:10. 

Die Metallmodelle aus dem Hause Schuco bestehen aus mehr als 100 Einzelteilen, sind authentisch lackiert und verfügen über drehbare Räder, Funktions-Federung und Seilzüge. Kurz gesagt: Die Mopeds sehen richtig gut aus. Wer kann dazu dann noch "nein" sagen? So wird dann eben eine weitere Sammelleidenschaft geboren.

Kurz vor Weihnachten 2008 tauchte dann plötzlich wie aus dem Nichts der Satz auf: "Ich weiß gar nicht, was ich dir schenken soll". Das Grinsen in meinem Gesicht wurde immer größer und ich hatte schnell eine ziemlich umfangreiche Liste von Schuco-Modellen geschrieben. Und tatsächlich hat mir das Christkind dann zwei schöne Modelle unter den Tannenbaum gelegt. Und heute, am ersten Weihnachtstag, wird es jetzt Zeit, meine neue Sammlung ins Netz zu stellen.

NSU Max

Modell im Maßstab 1 : 10 von Schuco

Die NSU Max war eines der populärsten 250er Motorräder der 1950er und 1960er Jahre. Die offizielle Typbezeichnung lautete: NSU 251 OSB. Das Kürzel OSB war die Abkürzung für Obengesteuert; Sport; Blockmotor. Die Zahl 251 gab Auskunft über den Hubraum sowie die Anzahl der Zylinder (251 = 250 cm³; 1 Zylinder). Hergestellt wurde sie von 1952 bis 1963 von den NSU Motorenwerken in Neckarsulm. Gebaut wurden 97.120 Stück.

Serienmäßige Versionen:

Im Verlauf der Produktion gab es drei Versionen:

• 1952–1954 Max Standard (Halbnabenbremsen, kleiner Tank)
• 1954–1956 Max Spezial (Vollnabenbremsen, großer Büffeltank)
• 1956–1963 Supermax (Federbeine hinten, Papierölfilter, 18 PS)

Die Standardmax wurde erst nach dem erscheinen der Spezialmax 1954 so bezeichnet. Davor lautete die Bezeichnung einfach Max.

Um den hohen Einfuhrzoll für 250 cm³ Motorräder in Österreich zu umgehen, wurde 1955/56 eigens für den Export nach Österreich die Ausführung 301 OSB mit 297 cm³ Hubraum gebaut (2756 Stück). Sie leistete 15,4 kW (21 PS) bei 6600/min.

In Deutschland hätte diese Ausführung nur geringe Aussicht auf Erfolg gehabt, weil der weitverbreitete alte Motorradführerschein Klasse 4 auf „Fahrzeuge bis 250 cm³“ beschränkt war.

Völlig neu an der NSU Max war die sogenannte Ultramax-Steuerung der obenliegenden Nockenwelle des Einzylindermotors, d. h., die Nockenwelle wurde durch zwei Schubstangen und nicht durch eine Kette oder eine Königswelle angetrieben. Diese Konstruktion von Chefkonstrukteur Albert Roder wurde auch später bei der Superfox, der MAXI und beim Zweizylindermotor des Kleinwagens NSU Prinz beibehalten.

Der Preßstahlrahmen und die Radaufhängung durch geschobene Kurzschwingen vorn und eine Cantileverschwinge mit fast flach liegender Zentralfeder und integriertem Stoßdämpfer hinten entsprachen weitestgehend denen der NSU Lux, allerdings in verstärkter Ausführung.

1956 erhielt die Supermax statt der Zentralfeder zwei herkömmliche Federbeine hinten. Mit 17 PS bzw. 12,5 kW (anfangs 15 PS) war die NSU Max das überlegene Motorrad seiner Klasse.

 Modell NSU Max (ab 1954)
 NSU Supermax (1956 - 1963)
Motor
 1-Zylinder-Viertakt
 1-Zylinder-Viertakt
Hubraum
 247 ccm
 247 ccm
Bohrung x Hub
 69 x 66 mm
 69 x 66 mm
Leistung 12,5 kW (17 PS) bei 6500 U/min
 13,2 kW (18 PS) bei 7000 U/min
Getriebe
 4-Gang 4-Gang
Federung vorn
 Kurzarmschwinge Kurzarmschwinge
Federung hinten
 Cantilever mit Zentralfeder
 Schwinge mit Federbeinen
Gewicht
 165 kg
 174 kg
Höchstgeschwindigkeit
 126 km/h
 126 km/h
Grundpreis
 1.990 DM
 2.076 DM (ab 1961)

NSU Rennmax "Delphin"

Modell im Maßstab 1 : 10 von Schuco

 NSU Rennmax "Delphin"

 

Baujahr
1954
interne Bezeichnung
Werksrennmaschine R225406
Zylinderzahl
2
VentilsteuerungDOHC Motor mit Mittelantrieb und 6-Gang-Getriebe
Bohrung
55,9 mm
Hub
50,8 mm
Hubraum
250 ccm
Leistung
36 - 39 PS bei 11500 U/min (kraftstoffabhängig)
Höchstgeschwindigkeit
215 km/h
Zündung
Bosch Rennzündverteiler mit Fliehkraft und Handverstellung - 6 Volt mit 2 Batterien
Zündkerzen
Warmlaufen W 240 - Rennen W 340 bis 400
Vergaser
2 x AMAL 6P, Durchmesser 28 mm
Tankinhalt
21 Liter
Getriebe
Fußschaltung rechts (1. Maschine weltweit mit 6 Gängen)
Kupplung
5 Scheiben
Rahmen
Sonderanfertigung von Hand mit dünnem Chrom Molybdän Blech (Form wie Schalenrahmen Serien-Max)
Vorderradfederung
Kurzschwinge mit Federbeinen
Hinterradfederung
Hernscheid Federbeine
Reifen/Felgen
Continental Rennreifen Rille, vorne: 2,75 x 18, hinten: 3,00x 18, Borani Hochschulter Alu Felgen 1.85 x 18
Bremsen
Vorderrad Vollnaben-Rennbremse aus Magnesium, Durchmesser 250 mm, Hinterrad Vollnabenbremse Durchmesser 180 mm
Leergewicht
135 kg mit Verkleidung (115 kg ohne)
GesamtgewichtFahrer durfte nicht schwerer als 65 - 70 kg sein
Kraftstoffverbrauch
6,5 bis 7,0 Liter (je nach Strecke)
Besonderheiten
Es gab nur 6 unverkäufliche Werksmaschinen, Weltmeister 1954 in der 250 ccm Klasse

ZÜNDAPP Bella mit Beiwagen

 ZÜNDAPP Bella 204 - Baujahr 1958 bis 1960

ZÜNDAPP Bella 204 mit Beiwagen
Baujahr 1958 bis 1960
 Motor - Arbeitsweise 2-Takt
 Zylinderzahl  1
 Bohrung 64 mm
 Hub 62 mm
 Hubraum 198 ccm
 Leistung 12 PS bei 5400 U/min
 Verdichtung 1:6,4
 Vergaser 1/24/116
 Kupplung Mehrscheiben in Öl
 Anzahl der Gänge 4
 Schaltung Fußschaltung mit Schaltwippe
 GetriebeZündapp-Ziehkeilgetriebe 
 Hinterradantrieb Kette
 Lichtmaschine BOSCH 12V/100W (Dynastart)
 Batterie 2x6V, 11 Ah
 Rahmen offener Brückenrohrrahmen
 Vorderradfederung Langarmschwinge mit Federbein und Ölstoßdämpfer
 Hinterradfederung Schwinge mit Ölstoßdämpfer
 Felgen Leichtmetall-Scheibenräder
 Bremse vorn mechanische Innenbackenbremse
 Bremse hinten mechanische Innenbackenbremse
 Länge 1930 mm
 Höhe 660 mm
 Breite 1450 mm
 Radstand 1320 mm
 Tankinhalt 8,5 l
 Reserve 1,7 l
 Leergewicht 196 kg
 Zulässiges Gesamtgewicht 421 kg
 Kraftstoffverbrauch 3,3 l
 Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
 mit Beiwagen 75 km/
  
 Preis in DM 2315,-

Zündapp KS 601 "der grüne Elefant"



Modell im Maßstab 1 : 10 von Schuco

Die Zündapp KS 601 ist ein von Ernst Schmidt konstruiertes Motorrad, das die Zündapp-Werke GmbH, Nürnberg, in der Zeit von 1950 bis 1957 bauten. Die Maschine wurde vorwiegend mit Seitenwagen gefahren. Wegen ihres Gewichts und der Kraft des durchzugsstarken Motors sowie der für sie typischen grünen Lackierung – andere Farben waren auch lieferbar – erhielt sie in einem Testbericht der bundesdeutschen Zeitschrift Das Motorrad (Heft 25/1951) den Beinamen „Der Grüne Elefant“, der zu einem festen Begriff wurde. Im Januar 1956 trafen sich KS-601-Fahrer – unter ihnen der Motorradjournalist Ernst Leverkus, genannt „Klacks“ – an der Solitude-Rennstrecke zum ersten Elefantentreffen, das seitdem jedes Jahr unter diesem Namen stattfindet.

Die KS 601 hat einen 2-Zylinder-Boxermotor mit hängenden Ventilen und untenliegender Nockenwelle (OHV), Hubraum 597 cm³, Höchstleistung 20,6 kW (28 PS) bzw. 24,8 kW (33,5 PS) bei Modell „KS 601 S“. Im Gegensatz zum Vorgängermodell KS 600 mit Pressblech-Kastenrahmen besitzt die KS 601 einen Doppelrohrrahmen mit vier Befestigungspunkten für den Seitenwagen. Eine Besonderheit der Teleskopgabel ist der zentrale hydraulische Stoßdämpfer, der zwischen den beiden Gabelbeinen vor dem Lenkkopf platziert ist. Das Hinterrad hat eine Geradwegfederung. Eine Ausführung mit hinterer Schwinge gab es gegen Produktionsende unter der Bezeichnung „KS 601 Elastic“ bzw. „KS 601 EL“, jedoch nur für den Export in die USA.

Die Zündapp KS 601 wurde auch erfolgreich im Geländesport eingesetzt, vor allem in der Gespannklasse.

 Zündapp KS 601
 Baujahr 1950 - 1957
 Motor 2-Zylinder-Boxermotor
 Hubraum 597 cm³
 Bohrung x Hub 75 x 67,6 mm
 Ventilsteuerung untenliegende Nockenwelle (OHV)
 Leistung bei U/min 20,6 kW (28 PS) bei 4700 24,8 kW (33,5 PS) bei 6100
 Verdichtung 6,7: 1 7,3: 1
 Kühlung Luftkühlung (Fahrtwind)
 Elektrische Anlage Batterie-Lichtzündanlage Noris 6 V
 Vergaser Bing (links 1/25/1, rechts 1/25/2)
 Getriebe 4-Gang-Duplexketten-Getriebe mit Fußschaltung
 Kupplung Mehrscheibenkupplung
 Kraftübertragung Doppelgelenkkardanwelle mit Nadellagern
 Rahmen geschlossener Doppelrohrrahmen
 Federung vorn Teleskopgabel mit zentralem hydraulischen Stoßdämpfer
 Federung hinten Teleskopfederung mit Gummistoßdämpfer
 Radstand 1415 mm
 Reifen 3.50–19 vorn und hinten
 Bremsen Trommelbremsen (Ø 230)
 Leergewicht 208 kg
 Tank Satteltank, Inhalt ca. 14,5 l
 Normverbrauch 5,3 l/100 km
 Höchstgeschwindigkeit (solo) ca. 140 km/h
 Preis 3125,00 DM


BMW R 50 TT "Schorsch Meier"
 

 
Modell im Maßstab 1 : 10 von Schuco
 
 BMW R 50 TT         "Schorsch  Meier"
Sieger der Tourist Trophy 1939 (Senior TT)
 MotorFahrtwindgekühlter Boxer-Zweizylinder-Viertaktmotor, zwei obenliegende Nockenwellen pro Zylinder, Königswellenantrieb, zweifach rollengelagert, zusammengesetzte Kurbelwelle, rollengelagerte einteilige Pleuel
Hersteller
 Bayerische Motoren-Werke AG München
 Bohrung x Hub in mm
 66 x 72
 Hubraum in ccm
 494
 Verdichtung 5 : 1
 Leistung in PS
 55 (1939), 75 (1949) bei 7000 Umdrehungen
 Gemischaufbereitung 1 Nadeldüsen-Schiebervergaser
 Hersteller Amal
 Typ TT
 Anschlußweite in mm
 27
 Aufladung BMW Kompressor
 Ladedruck in bar
 1,2 - 1,5
 Drehzahl in 1/min
 Kurbelwellendrehzahl (Direktantrieb)
 Kraftübertragung Einscheiben-Trockenkupplung, Zweiwellen-Vierganggetriebe, Kardanwelle zum Hinterachsgetriebe, mit Teller und Kegelrad
 Zündung Bosch-Rennmagnet
 Fahrwerk 
 Rahmenbauart geschweißter Doppelrohrrahmen, mit zentralem Oberrohr und Querverstrebung vor dem Hinterrad
 Radführung vorne
 hydraulische gedämpfte BMW-Teleskopgabel
 Federweg in mm
 153
 Radführung hinten
 Geradweg-Teleskopfederung mit Relbscheibendämpfung
 Räder und Bremsen
 
 Bereifung vorne / hinten
 3,00 x 21 / 3,50 x 20
 Bremsen Trommelbremse vorne und hinten, Durchmesser 200 mm
 Masse und Gewichte
 
 Länge in mm
 2055 (1949: 2095)
 Breite in mm
 700
 Sattelhöhe in mm
 760
 Gewicht in kg
 138
 Tankinhalt in l
 22
 Fahrleistungen 
 Höchstgeschwindigkeit über 200 km/h
 Verbrauch je nach Einsatzbedingungen
 Preis unverkäufliche Werksmaschine
  

BMW R 75 mit Beiwagen, Deutsche Luftwaffe

BMW R 75 Wehrmachtsgespann mit zwei handbemalten Figuren, Modell im Maßstab 1 : 10 von Schuco

Rarität - Limited Edition

Die BMW-R75- und Zündapp-KS-750-Wehrmachtsgespanne wurden beim Einsatz im Krieg gegen die Sowjetunion 1941–1945 und in der Wüste Nordafrikas bei Rommels Afrika-Korps bekannt.

Das Motorrad wurde speziell als Gespannmaschine für die Deutsche Wehrmacht entwickelt. Technische Besonderheiten wie das angetriebene Seitenwagenrad, das sperrbare Differenzial, die Geländeuntersetzung und der Rückwärtsgang machten die Konstruktion geländetauglich.

Nachdem die Zündapp KS 750 und BMW R75 ein knappes Jahr im Einsatz waren, zeigte sich, dass die Zündapp KS 750 der BMW R75 überlegen war. Im August 1942 vereinbarten die Zündapp-Werke und das BMW-Werk auf Drängen der Wehrmacht eine Vereinheitlichung beider Gespanne. Der einfachere BMW-Seitenwagen 286/1 sollte weiterproduziert und auch an die Zündapp KS 750 anstelle des drehstabgefederten BW 40 angebaut werden. Das Modell erhielt bei der Zündapp KS 750 die Bezeichnung BW 43.

Die Produktion der BMW R75 als Krad dagegen sollte nach 20.200 Exemplaren eingestellt werden. BMW und Zündapp sollten ab dann gemeinsam nur noch die Zündapp KS 750 mit dem 286/1- bzw. BW-43-Seitenwagen herstellen, und zwar 20.000 im Jahr. Da die 20.200 BMW R75 nicht wie angestrebt bis 1943 erreicht wurden, lief die Produktion der BMW R75 so lange weiter, bis sie nach der Bombardierung des Werks in Eisenach eingestellt werden musste.

Die Wehrmachtsgespanne wurden weiterhin von BMW und Zündapp gebaut, wobei fast 70 % der Bauteile bei beiden Modellen gleich sind. Dies vereinfacht auch heute noch die Ersatzteilversorgung dieser Fahrzeuge, die sich in Händen von Oldtimerfreunden befinden.

Die Wehrmachtsgespanne sind wegen ihrer aufwendigen und robusten Technik als hochwertige Sammlerobjekte sehr begehrt und in Topzustand entsprechend teuer. Ein gut restauriertes Gespann kann im normalen Alltag gefahren und zu Reisen oder Geländefahrten problemlos genutzt werden. Ersatzteile werden zum Erhalt der Verkehrsfähigkeit heute noch nachgefertigt.

1954 sollte in Eisenach eine modifizierte Ausführung der BMW R75 produziert werden. Es entstand allerdings nur eine Kleinstserie zur Erprobung unter dem Namen AWO 700.

 BMW R 75
 
 Produktionszeitraum1941 bis 1944
 KlasseMotorradgespann
 MotorZweizylinder-Viertaktmotor
 Bohrung78 mm
 Hub78 mm
 Verdichtung5,8 : 1
 Hubraum745 ccm
 Leistung19 kW (26 PS) bei 4400 U/min
 Drehmoment (Nm)
5mkg bei 3600 U/min
 Kraftstoffverbrauch Straße
6 l / 100 km
 Kraftstoffverbrauch Gelände
8 - 9 l / 100 km
 Getriebe4 Gänge mit Geländeuntersetzung und Rückwärtsgang
 AntriebKardanantrieb
 Fahrwerk / Rahmen
mehrteiliger geschraubter Stahlrohrrahmen
 Bremse vorn
mechanische Trommelbremse, Durchmesser 250 mm
 Bremse hinten
mechanische Trommelbremse, Durchmesser 250 mm
 Bremse am Seitenwagen
hydraulische Trommelbremse, Durchmesser 250 mm
 Radstand1444 mm
 Bereifung vorne
4,50 x 16
 Bereifung hinten
4,50 x 16
 Leergewicht420 kg
 Gewicht fahrbereit
444 kg
 Zuladung396 kg
 Tankvolumen24 Liter
 Ähnliche Modelle
Zündapp KS 750

BMW R 75 Wehrmachtsgespann, camouflage
 


BMW R 75 Wehrmachtsgespann, camouflage, Modell im Maßstab 1 : 10 von Schuco

BMW R 25 / 3



BMW R 25 / 3 - Original BMW Motorradmodell

Das Modell R 25/3 ist ein von BMW in der ersten Hälfte der 1950er Jahre hergestelltes Motorrad.

Die R 25/3 mit ihren 13 PS, Vollnaben-Bremsen, Teleskopgabel und Geradweg-Hinterradfederung war noch nicht wie die späteren, ab 1955 erschienenen Modelle mit Schwingen versehen. Das Vorgänger-Modell BMW R 25/2 hat 12 PS Nennleistung und noch Halbnaben-Bremsen. Nachteilig an beiden Typen ist das hohe Gewicht in Bezug auf die doch etwas geringe Leistung.

Der Doppelrohr-Rahmen ist aus Stahlrohr geschweißt mit seitlich angebrachten Kugelköpfen für den Seitenwagen-Betrieb. Der LS 200 [1] von Steib war ein angemessener Seitenwagen, der jedoch eine spezielle Zahnradübersetzung des Kardanantriebes erfordert. Die Schutzbleche und der Tank sind aus Stahlblech.Die Felgen sind aus Aluminium. Das vordere Schutzblech hat noch den geschwungenen Schmutzlappen ins Stahlblech mit eingearbeitet, der bei den Nachfolgermodellen R 26 und R 27 fehlt.

Der Motorblock ist wie das Getriebe und der Hinterachsantrieb aus Aluminiumguss. Die BMW R 25/3 hatte Gummibuchsen zur Lagerung des Motors im Gehäuse für zwei Steckachsen. Der Endtopf ist direkt am Rahmen befestigt.

Der Motor ist wie beim Vorgängermodell BMW R 25/2 ein längslaufender Einzylinder Viertakt-Motor mit seitlicher Nockenwelle und außen neben dem Grauguss Zylinder in verchromten Stahlrohren geführten Stößelstangen. Diese betätigen die im Aluminium Zylinderkopf befindlichen Kipphebel, die ihrerseits die hängenden Ventile betätigen (OHV). Die Kipphebel sind wie das obere Pleuellager in Bronzebuchsen gelagert. Die Nockenwelle wird über eine Simplexkette von der Kurbelwelle aus angetrieben. Die Ölpumpe befindet sich in der Ölwanne und ist eine einfache Zahnradpumpe, die über einen Schneckentrieb (Untersetzung) von der Nockenwelle angetrieben wird.

Auf dem vorderen Kurbelwellenstumpf sitzt hinter dem Stahlblech-Deckel die spritzwasserdicht gekapselte Gleichstrom-Lichtmaschine. Der Laderegler für den Bleiakku sitzt unter dem Stahlblech-Deckel der Lichtmaschine.

Auf dem hinteren Kurbelwellenstumpf sitzt die schwere Schwungscheibe (mit – im Schauloch einsehbarer – Zündeinstellmarkierung), welche die Einscheibentrockenkupplung aufnimmt. Die Kupplung wird mittels eines Axiallagers über eine durch die hohle Getriebehauptwelle verlaufende Druckstange betätigt.

Der Vergaser ist ein 24er Bing-Schwimmerkammervergaser (Modell: 1/24/41 bzw -42) mit konischer Nadel im Rundschieber. Alternativ wurde werksseitig auch ein SAWE Vergaser (Modell: K 24 F) verbaut, allerdings deutlich seltener, als der Bing Vergaser. Das Nass-Luftfilterelement befindet sich am Ende eines Rohres, welches parallel zum Tankboden durch den Tank verläuft und in der Nähe der Telegabel endet. Die Verbindung dieses langen Ansaugrohres zwischen Tank und Vergaser stellt ein Gummistutzen her. Der Ansaugfilter ist ein Stahlnetz, welches mit Öl benetzt wird, an dem der Staub sich festsetzt. Er dient der groben Filterung der Ansaugluft. Der Luftfilter wird zur Wartung nicht gewechselt, sondern gereinigt und mit Öl neu benetzt.

Der Antriebsstrang erfordert am Getriebeausgang ein elastisches Drehmoment-Übertragungselement. Dazu ist bei diesem Modell noch eine schwarze Gummi-Vierlochscheibe (Hardyscheibe) am Zweifingerflansch des Getriebes aufgeschoben, die das Drehmoment der Getriebeausgangswelle auf die Zweifingeraufnahme der Kardanwelle überträgt. Diese Hardyscheibe ist aus Stabilitäts-Gründen mit einem umlaufenden verchromten Stahlring bestückt. Bei den Nachfolgemodellen R 26 und R 27 ist dieser dann lackiert, da sich er verdeckt unter eine Abdeckschale dreht.

Die Kardanwelle zum Hinterrad ist hochglanzverchromt und freilaufend. Das am Winkelgetriebe befestigte Kreuzgelenk der Kardanwelle ist gegen Staub mit einer Alu-Schraubkappe abgedeckt. Gegen diese Schraubkappe läuft ein mit der Welle rotierender Dichtungsgummi, der den losen Schmutz aus dem Kardangelenk fernhält. Das Winkelgetriebe im Alugusskorpus ist der Laufruhe wegen mit Kegelradgetriebe (90°-Umlenkung) bestückt.

Die R 25/3 war das erste Einzylinder-Motorrad von BMW, welches Aluminium-Vollnabenbremsen und 18" Alufegen,hatte. Das Vorgängermodell R 25/2 hatte noch Stahlhalbnaben-Bremsen ("Dosendeckel"-Bremsen) mit Stahlfelgen, welche nicht die Verzögerungswerte erreichen wie die modernen Aluminiumnaben mit größerer Bremsfläche. Die BMW R 25/3 war das letzte Einzylinder-Modell in der Tradition der Vorkriegs-Motorräder BMW R 23, BMW R 24 und R 25.

BMW R 25 / 3 mit Steib Beiwagen



Modell einer BMW R 25/3 mit Steib Beiwagen rechts im Maßstab 1 : 10 von Schuco

 BMW R 25/3
 mit Steib Beiwagen rechts
 Bauart Einzylinder mit Kardan
 Motor Viertakt OHV
 Bauzeit 1953 - 1956
 produzierte Stückzahl
 47700
 Bohrung (mm)
 68
 Hub (mm)
 68
 Hubraum 247 ccm
 Leistung 13 PS bei 5800 U/min
 Verdichtungsverhältnis 7 : 1
 Verbrauch ca. (Liter / 100 km)
 ca. 3
 Vmax 119 km/h, mit Beiwagen 88 km/h
 Leergewicht 150 kg
 Gesamtgewicht 320 kg / 450 kg mit Seitenwagen
 Tankinhalt 12 Liter
 Reifengröße 3.25 - 18


BMW R 60 / 2



 BMW R 60 / 2 - Original BMW Motorradmodell

Die Baureihe R 50 / R 60 wurde im Jahr 1960 als R 50/2 und R 60/2 modellgepflegt, mit gleichen Motoren und einem in Details verstärkten Fahrwerk.

 BMW R 60 / 2
 
 Bohrung (mm)
 72
 Hub (mm)
 73
 Hubraum (ccm)
 590
 Leistung (kW/PS)
 22 / 30
Vmax (km/h)
150



BMW R 60 / 2 mit Steib TR 500 Beiwagen



 BMW R 60 / 2 mit Steib TR 500 Beiwagen links im Maßstab 1 : 10 von Schuco


BMW R 75/6


 BMW R 75 / 6  im Maßstab 1 : 10 von Schuco

 BMW ModellR 75/6 Baujahr 1973 bis 1976
 
Motor
Motorart
Viertakt, Zweizylinder-Boxermotor, luftgekühlt

Bohrung
82 mm

Hub
70,6 mm

Hubraum
745 ccm

Leistung
50 PS (36,8 kw)

Leistung bei
6200 U/min

Max. Drehmoment
60 Nm

Max. Drehmoment bei
5000 U/min

Verdichtung
9,0 : 1

Ventile
je 2, hängend

Ventilsteuerung
ohv, über Stößelstangen und Kipphebel

Gemischaufbereitung
2 Gleichdruckvergaser Bing 64/32/9 - 10 od. 64/32/13 - 14

Motorschmierung
Nasssumpf
Kraftübertragung
Kupplung
Einscheiben, trocken, mit Membranfeder

Anzahl der Gänge
5

Schaltung
Klauenschaltung (Ratschenfußschaltung)

Getriebeübersetzung
4,4 / 2,86 /2,07 / 1,67 / 1,50 : 1

Hinterradübersetzung
1 : 3,2 oder 1 : 3,36

Kegel- / Tellerrad
10 / 32 Zähne oder 11 / 37 Zähne
Elektrische Anlage
Zündung
Batteriezündung

Lichtmaschine
Bosch 12 V / 280 W

Anlasser
Bosch 0,5 PS

Zündkerze
Bosch W 230 T 30 / Beru 230/14/3 A / Champion N 7 Y
Fahrwerk
Rahmen
Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, angeschraubtes Heckteil

Vorderradfederung
Teleskopgabel mit hydraulischen Stoßdämpfern

Hinterradfederung
Langarmschwinge mit verstellbaren Federn

Federweg vorn / hinten
208 / 125 mm

Felgen vorn
1,85 B 19

Felgen hinten
2,15 B 18

Bereifung vorn
3,25 S 19

Bereifung hinten
4,00 S 18

Bremsen vorn
Einscheibenbremse Durchmesser 260 mm

Bremsen hinten
Simplex-Trommelbremse Durchmesser 200 mm
Maße und Gewichte
Länge
2180 mm

Breite
740 mm

Höhe
1080 mm

Radstand
1465 mm

Bodenfreiheit
165 mm

Tankinhalt
18 l, gegen Aufpreis 24-Liter-Tank

Leergewicht, vollgetankt
210 kg

Zul. Gesamtgewicht
398 kg

Kraftstoffverbrauch
4,5 l/100 km (bei konstant 90 km/h)

Beschleunigung 0 - 100 km/h
6,7 sek

Höchstgeschwindigkeit
177 km/h

Stückzahl
17.587

Preis
7.110,- DM


BMW R 90/S
 

 
BMW R 90/S, Metallmodell im Maßstab 1 : 10 von Schuco

 BMW Modell
 R90/S Baujahr 1973
 
MotorTypLuftgekühlter Zweizylinder-Boxer-Viertaktmotor, gußeiserne Zylinder mit Leichtmetallköpfen, gleitgelagerte Kurbelwelle und Pleuel
 Hubraum/Bohrung x   Hub
900 ccm/+0 x 70,6 mm
 Leistung
67 PS bei 7000 U/min.
 Vergaser
 
Elektrische Anlage
Zündung
Batterie
Antrieb
 Einscheiben-Trockenkupplung, angeblocktes Fünfganggetriebe, Gelenkwelle zum Hinterrad
Fahrwerk

Doppelschleifenrahmen aus ovalem Stahlrohr mit angeschraubtem Heckteil, vorn hydraulisch gedämpfte Teleskopgabel, hinten hydraulisch gedämpfte Federbeine mit dreifach verstellbaren Federn, Drahtspeichenräder mit ungekröpften Speichen und Leichtmetallfelgen
Reifen
vorn
3.25 H 19 TT
 hinten
4.00 H 18 TT
Bremsen
vorn
(ab 1975 gelochte) Doppelscheibenbremse (260 mm Durchmesser) mit Schwenksätteln
 hinten
Trommelbremse (200 mm Durchmesser)
Ausstattung
 Elektrostarter, Cockpitverkleidung, Uhr, Voltmeter, zwei Werkzeugfächer, 24-l-Sporttank, verlaufende Metallic-Lackierung
Leergewicht
 215 kg
Höchstgeschwindigkeit
 195 km/h



Kreidler Florett RS-GS  



 Kreidler Florett RS-GS
 Bauzeit 1977 - 1978
 Bauart Kleinkraftrad
 Typ K54/503
 Motor 
 Bohrung x Hub
 40 mm x 39,7 mm
 Leistung 6,25 PS bei 8.500 U/min
 Gemischaufbereitung Bing 1/20/59
 Kühlung Fahrtwind
 Getriebe Funfgang, Fußschaltung
 Rahmenbauart Preßschale
 Federung vorn und hinten
 Teleskopgabel, hinten Schwinge mit Federbeinen
 Bremsen vorn
 Scheibenbremse 208 mm
 Bremsen hinten
 Vollnabe 160 mm
 Reifen vorn/hinten
 2 3/4 - 17 reinforced
 Leergewicht 80 kg
 Sitzplätze 2
 Höchstgeschwindigkeit 85 km/h
 Preis DM 3.550 (1977)


YAMAHA SR 500



Modell im Maßstab 1 : 10 der Firma Schuco

Die SR wurde als Straßenmaschine von der Enduro XT500 abgeleitet, die seit 1976 sehr erfolgreich vermarktet wurde. Als großvolumiger Einzylinder folgt sie der Tradition klassischer, insbesondere englischer Motorräder, während der damalige Trend hin zu leistungsstärkeren Vierzylinder-Motoren ging.

Ob die SR schon von Anfang an als Retro-Motorrad konzipiert wurde, ist strittig. Der Begriff Retro war zu dieser Zeit noch kein Konzept im Motorradbereich, und der Grundentwurf enthielt durchaus zeitgemäße Details wie Gussräder und Scheibenbremse. Im Rahmen der Modellentwicklung verzichtete Yamaha jedoch später auf diese Details und stattete die Modelle mit Speichenrädern und Trommelbremsen aus. Es ist anzunehmen, dass zumindest die jüngeren Modelle ab 1984 tatsächlich die ersten „Retro-Motorräder” sind.

Die robuste und überschaubare Technik und die große Anzahl verkaufter Motorräder führte dazu, dass es bis heute um die SR 500 ein reges Fan- und Clubleben gibt. Es existieren zahlreiche Umbauten als Cafe Racer, Scrambler, Gespanne, Bobber oder Chopper. Auch im Amateurrennsport wird das Modell häufig eingesetzt.

2003 waren in Deutschland noch ca. 20.000 Stück angemeldet, bei abnehmender Tendenz.


 YAMAHA SR 500
 
 Bauzeit 1978 - 1999
 Bauart / Kühlung
 1-Zyl.-Viertakt luftgekühlt
 Hubraum 499 ccm
 Bohrung x Hub
 87 x 84 mm
 Nennleistung KW/1/min
 20/6000
 Gemischaufbereitung MIKUNI 34
 Getriebe und Endantrieb
 Fünfgang-Getriebe, Kette
 Fahrwerk Zentralrohr, Schwinge, 2 Federbeine
 Bremsen vorne mm
 Trommel (Scheibe 298) 150
 Bremsen hinten mm
 Trommel 150
 Reifen vorn / hinten
 3,50 - 18 / 4,00 - 18
  Leergewicht
 173 kg
 Tankinhalt 14 Liter
 Höchstgeschwindigkeit 134 km/h


BMW R 80 G/S



BMW R 80 G/S, Metallmodell im Maßstab 1 : 10 von Schuco


BMW R 80 GS
Bauzeit 1980 - 1987
 Zylinderzahl,Motorbauart Viertakt, 2-Zylinder-Boxermotor
 Kühlung luftgekühlt
 Hubraum 797,5 ccm
 Bohrung x Hub
87,8 x 70,6 mm
 Leistung 65 PS bei 6500 U/min
 Gemischaufbereitung 2 Gleichdruckvergaser Bing V 64/32/305-64/32/306
 Gänge und Schaltung
 Fünfgang-Klauenschaltung (Ratschenfußschaltung)
 Rahmen Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, angeschraubtes Heckteil
 Federung vorn
 Teleskopgabel mit hydraulischen Stoßdämpfern
 Federung hinten
 BMW Monolever-Einarmschwinge
 Bremsen vorn
 Einscheibenbremse, Durchmesser 260 mm
 Bremsen hinten
 Simplex-Trommelbremse, Durchmesser 200 mm
 Reifen vorn / hinten
 3,00 - 21 48 R / 4,00 - 18 64 R
 Leergewicht 186 kg
 Tankinhalt 19,5 Liter
 Höchstgeschwindigkeit 168 km/h


BMW R 80 RT



Original BMW-Modell im Maßstab 1 : 10

Die BMW R 80 RT war ein Motorradmodell des Herstellers BMW mit einem ZweizylinderViertakt-Boxermotor mit rund 800 cm³ Hubraum und Kardanantrieb zum Hinterrad. Sie wurde von 1982 bis 1995 gebaut, insgesamt 29.384 Stück. Als Tourenmotorrad (RT für Touring) war sie mit einer ausladenden Vollverkleidung mit hoher Windschutzscheibe ausgestattet. Der Motor mit 797 cm³ Hubraum und 37 kW (50 PS) Leistung stammte aus der BMW R 80/7.


Modell 1982 bis 1984

Die Modelljahrgänge 1982 bis 1984 waren im Wesentlichen eine abgespeckte Version der "größeren Schwester" R 100 RT. Im Prinzip wurde einfach der kleinere Motor in den Rahmen der R 100 RT eingebaut. Teilweise hatten diese Modelle nicht einmal eine eigene Bedienungsanleitung (im BMW-Jargon "Bordbuch" genannt), statt dessen wurde das Bordbuch der nahezu baugleichen R 100-Modelle verwendet. Die Unterschiede zur R 100 RT waren unter anderem folgende:

  • Einfarbige Lackierung (ohne die typischen ins Schwarze verlaufenden Kanten)
  • Zylinderkopfdeckel nicht lackiert
  • Zylinderschutzbügel nur als Sonderzubehör
  • Uhr und Voltmeter nur als Sonderzubehör
  • Kofferhalter nur als Sonderzubehör.
Von diesem Modell wurden 7.315 Stück gebaut.

Modell Monolever 1984 bis 1995

Die Modelle ab dem Modelljahr 1984 (manchmal als R 80 RT/2 bezeichnet) hatten statt der Hinterradschwinge eine Monolover genannte Einarmschwinge und ein 18 Zoll Vorderrad. Außerdem wurde das Design wesentlich überarbeitet, vor allem die Aluminium-Filigranguss-Räder aber auch das Heck mit Sitzbank, Heckbürzel und Seitendeckel.

Von diesem Modell wurden 22.069 Stück gebaut.

 BMW Modell R 80 RT (1982 - 1984)
 R 80 RT Monolever (1984 - 1995)
 Motor Viertakt, Zweizylinder, Boxermotor, luftgekühlt
 Viertakt, Zweizylinder, Boxermotor, luftgekühlt
 Bohrung x Hub
 84,8 mm x 70,6 mm 84,8 mm x 70,6 mm
 Hubraum 797,5 ccm
 797,5 ccm
 Leistung 50 PS (37 KW) bei 6500 U/min
 50 PS (37 KW) bei 6500 U/min
 max. Drehmoment
 59 Nm bei 3500 U/min
 58 Nm bei 4000 U/min
 Verdichtungsverhältnis 8,2 : 1
 8,2 : 1
 Ventile je 2 hängend, Ventilsteuerung OHV, über Stößelstangen und Kipphebel
 je 2 hängend, Ventilsteuerung OHV, über Stößelstangen und Kipphebel
 Gemischaufbereitung 2 Gleichdruckvergaser BING V 64/32/305-64/32/306
 2 Gleichdruckvergaser BING V 64/32/353-64/32/354
 Motorschmierung NasssumpfNasssumpf
 Kupplung Einscheiben, trocken, mit übersetzter Tellerfeder
 Einscheiben, trocken, mit übersetzter Tellerfeder
 Schaltung Klauenschaltung (Ratschenfußschaltung) mit 5 Gängen
 Klauenschaltung (Ratschenfußschaltung) mit 5 Gängen
 Getriebeübersetzung 4,4 / 2,86 / 2,07 / 1,67 / 1,50 : 1 4,4 / 2,86 / 2,07 / 1,67 / 1,50 : 1
 Vorgelegeübersetzung 2,07 2,07
 Hinterradübersetzung 1 : 3,36
 1 : 3,36
 Kardanübersetzung Kegel-/ Tellerrad 11 / 37 Zähne
 Kegel-/ Tellerrad 11 / 37 Zähne
 Zündung kontaktlose elektronische Zündung (Bosch)
 kontaktlose elektronische Zündung (Bosch)
 Lichtmaschine Bosch 280 W
 Bosch 280 W
 Anlasser Bosch 0,7 kW
 Bosch 0,7 kW
 ZündkerzeBosch 7 WD / Beru 14 - 7 D / Champion N 10 Y
 Bosch W 7 DC / Beru 14 - 7 DU / Champion N 9
 Rahmen
 Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, angeschraubtes Heckteil
 Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, angeschraubtes Heckteil
 VorderradfederungTeleskopgabel mit hydraulischen Stoßdämpfern
 Teleskopgabel mit hydraulischen Stoßdämpfern
 Hinterradfederung Doppelarmschwinge mit 2 Federbeinen
 BMW Monolever (Einarmschwinge)
 Federweg vorn / hinten
 200 / 125 mm
 175 / 121 mm
 Felge vorn
 Aluminium-Filigranguss 2,15 B x 19
 Aluminium Filigranguss MTH 2,5 x 18 E
 Felge hinten
 Aluminium-Filigranguss 2,15 B x 19 Aluminium Filigranguss MTH 2,5 x 18 E
 Bereifung vorn
 3,25 S 19
 90/90 18 51 H
 Bereifung hinten
 4,00 S 18
 120/90 18 65 H
 Bremsen vorn
 Doppelscheibenbremse 260 mm
 Einscheibenbremse 285 mm
 Bremsen hinten
Simplex Trommelbremse 200 mm
 Simplex Trommelbremse 200 mm
 Länge x Breite x Höhe
 2210 mm x 746 mm x 1495 mm
 2175 mm x 960 mm x 1478 mm
 Radstand 1465 mm
 1447 mm
 Bodenfreiheit 130 mm
 140 mm
 Tankinhalt 24,0 Liter, davon 2 Liter Reserve
 22,0 Liter, davon 2 Liter Reserve
 Leergewicht (vollgetankt)
 230 kg
 227 kg
 zulässiges Gesamtgewicht
 440 kg
 440 kg
 Kraftstoffverbrauch 5,5 l/100 km (bei konstant 90 km/h)
 4,8 l/100 km (bei konstant 90 km/h)
 Beschleunigung 0 - 100 km/h
 7,1 s
 6,4 s
 Höchstgeschwindigkeit 161 km(h
 170 km/h


BMW R 100 RT


 BMW R 100 RT - Original BMW Motorradmodell im Maßstab 1 : 10

Die BMW R 100 ist in ihren Baureihen R, S, T, RS, RT und CS ein vom Unternehmen BMW produziertes Motorrad mit einem Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor mit annähernd 1000 cm³ Hubraum.

Die R 100 RS (und ihre Schwestermodelle, s.u.) wurden von 1976 bis 1983 hergestellt. Es gab anfangs bei Einführung der neuen Serie mit dem Sammelnamen "Strich-Sieben" die Modellvarianten BMW R 100 RS (51 kW/70 PS), R 100 S (vorerst 51 kW/65 PS), R 100 (44 kW/60 PS), R 75/7 (37 kW/50 PS) und R 60/7 (30 kW/40 PS).

Die R 100 RS war mit knapp 200 km/h eines der schnellsten Serienmotorräder der Welt und vor allem das weltweit erste Motorrad mit serienmäßiger rahmenfester Vollverkleidung. Zudem unterschied sich diese Verkleidung extrem vom bisher üblichen Erscheinungsbild gängiger Verkleidungen.

Die R 100-Modelle erhielten eine Doppelscheibenbremsanlage im Vorderrad. Hinten war eine Vollnaben-Innenbackentrommel-Bremse montiert, bei der R 100 RS und später bei der RT wurde zum Teil eine einzelne Scheibenbremse am Hinterrad verbaut. Die neuen Spitzenmodelle hatten anfangs noch Drahtspeichenräder, schon bald jedoch Aluminium-Filigranguss-Räder, wodurch die Handlichkeit verschlechtert wurde. Alle Modelle verfügen über einen Kardanantrieb zum Hinterrad. Neben den teils veränderten Hubräumen waren die Zylinderkopf-Deckel der neuen Modelle eckiger ausgeführt und zur besseren Wärmeableitung schwarz lackiert. Diese Maßnahme stieß jedoch nicht allenthalben auf Gegenliebe; des klassischen Aussehens zuliebe wurden tausende von Motoren auf die alten Zylinderkopf-Kappen umgerüstet, die komplett anschlussgleich und austauschbar sind im BMW-Baukastensystem.

Die R 100 S hat die gleiche lenkerfeste Halbschalen-Verkleidung, die auch bereits das Vorgänger-Modell R 90 S auszeichnete, einen Heck-Bürzel, serienmäßig eine Doppelscheiben-Bremse am Vorderrad und Speichenräder, wie auch die hubraumkleineren Modelle.

Später kamen in der gleichen Serie drei weitere Maschinen, die R 80/7 als geringfügig hubraumerweiterte Ablösung der R 75/7, dann ein großes Tourenmodell mit der R 100 RT, im wesentlichen baugleich mit der R 100 RS, jedoch mit veränderter oberer Verkleidung mit höherer Frontscheibe, und als späte Variante die R 100 CS ("Classic Sport"), im wesentlichen die Kombination der stärksten Mechanik der 100 RS mit der lenkerfesten Halbschalen-Verkleidung der S-Version, bzw., wenn man so will, eine um 5 PS in der Leistung angehobene S.

n den 1980er Jahren wollte BMW aus Umweltschutz- und Marketinggründen die wassergekühlten K75- und K100-Modelle forcieren und sich von den "alten" Zweiventiler-Boxermodellen trennen. Nachdem diese Entscheidung zu einigen Protesten von Kunden und Händlern geführt hatten, drehte BMW bei und lieferte wieder R 100er Modelle, jedoch mit modifizierten, in der Spitze etwas leistungsschwächeren, im Drehmomentverlauf jedoch verbesserten, Motoren von 60 PS. Dann kam auch wieder eine 800er Version mit 50 PS hinzu. Parallel wurde 1980 das Enduro-Modell R 80 G/S mit Fahrwerksmodifikation (Einarm-Schwinge hinten) und Spar-Ausstattung (kein Drehzahlmesser) herausgebracht, das im Modelljahr 88 von dem GS-Modell (ohne Schrägstrich) abgelöst wurde. 1981 wurden 2.333 Stück in Westdeutschland verkauft.

Ab 1985 wurden auch die Strassenversionen mit einer Einarmschwinge ausgestattet. Ab 1988 wurde der Paralever am Zweiventiler-Motor eingeführt zuerst in den GS modellen R80 GS und R100 GS Später auch in den Strassenversionen R80 R und R100 R. Der Paralever fängt die Aufstellmomente der Lastreaktionen am Kardan ab und eliminiert so den "Fahrstuhleffekt" der älteren Modelle. Damit endete auch die Begründung für den Spruch von der "Gummikuh", den der Motorradjournalist Ernst Leverkus, genannt "Klacks", einst leicht spöttisch aber dennoch wohlmeinend gefunden hatte.

Da weitestenteils die Motoren und Fahrwerke der Zweiventiler-Boxer untereinander kompatibel sind, ist eine gewisse Vorsicht beim Kauf anzuraten. Es ist zu prüfen, ob sich ein Motorrad in originalem Zustand befindet. Oftmals wurden leistungsgeänderte Motoren auf der gesamten Leistungspalette von künstlich gedrosselten 20 PS- und 27 PS-Motoren diverser Hubräume bis hin zu rennsport-überarbeiteten 1000ern mit weit mehr als 80 PS eingebaut. Die extremsten Umbauten sind alte /5er oder /6er Modelle, die nach einem Rahmenschaden das neueste Paralever-Fahrwerk bekamen und einen Motor von versierten Tunern wie Fallert mit über 85 PS haben. Solche Sportumbauten wurden auch ca. zwei Jahrzehnte lang bei den immer beliebteren internationalen Langstreckenrennen der Serie "Battle of Twins" eingesetzt.

 BMW R 100 RT
 
 Zylinder 2
 Bohrung x Hub (mm)
 94 x 70,6
 Hubraum (ccm)
 980
 Leistung (PS / U/min)
 70 / 7250
 Bauzeit 1978 - 1984
 Stückzahl 18.015